Rostock : Jazzfreunde feiern Festival

Mehr als eine TV-Kapelle: Die achtköpfige Instrumentalband Heavytones hat sich vom Fernseh-Dasein verabschiedet und gibt beim Rostocker Jazz-Festival vor allem eigene Songs zum Besten.  Fotos: Kazi
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Mehr als eine TV-Kapelle: Die achtköpfige Instrumentalband Heavytones hat sich vom Fernseh-Dasein verabschiedet und gibt beim Rostocker Jazz-Festival vor allem eigene Songs zum Besten. Fotos: Kazi

Insgesamt 1400 Besucher bei 8. Auflage. TV-Total-Band Heavytones bildet Höhepunkt der dreitägigen Konzertreihe.

svz.de von
22. August 2016, 12:00 Uhr

Drei Tage lang hat die Hansestadt an diesem Wochenende bereits zum achten Mal das Rostocker Musik-Festival „See more Jazz“ gefeiert. Ihren Höhepunkt fand die Konzertreihe wie in den vergangenen Jahren am Sonnabend auf dem gut gefüllten Veranstaltungsplatz im Rostocker Zoo. Dort machte die Heidelberger Band De-Phazz mit elektronischen Café-del-Mar-Klängen vielen Zuschauern bewusst, dass sie wohl mehr Titel der Combo kennen, als sie bisher geahnt hatten.

Viele Gäste waren aber nicht zum ersten Mal dabei – schließlich gebe es in der Region nicht viele Jazz-Veranstaltungen in diesem Ausmaß, meint eine Besucherin: „Denn die Szene ist klein, da trifft man schon häufig dieselben“, sagt die Rostockerin. Dass beim Jazz-Festival in der Hansestadt aber nicht nur wahre Fans der Musikrichtung auf ihre Kosten kommen, bewiesen die Heavytones zum Abschluss des musikalischen Freiluft-Abends mit eigenen Titeln vom aktuellen Album „Songs that didn’t make it to the Show“. Bekannt geworden war die achtköpfige Instrumentalband vor allem für ihre Auftritte in der Late-Night-Show TV Total um Moderator Stefan Raab. „Es ist alles sehr melodisch – nicht so Free Jazz. Privat hören wir nicht nur Jazz, aber generell einfach gute Musik“, sagt Torsten aus Rostock. „Und wenn man die in einer so entspannten Atmosphäre im Grünen genießen kann – macht es das Ganze gleich noch besser“, pflichtet Begleitung Britta bei.

Bereits am Freitag hatte die polnische Bassistin Kinga Glyk samt Quartett ihr Jazz-Festival-Debüt im Klostergarten gegeben. Mit einem bemerkenswerten Pianisten, einem tollen Gitarristen und ihrem Vater am Schlagzeug begeisterte das junge Ausnahmetalent das Publikum mit ihrer sehr definierten, femininen Spielweise. Am Sonntag endete das dreitägige Musik-Event mit einer Matinee des Schweden Jacob Karlzon in der ausverkauften Kunsthalle. Mitveranstalter René Geschke gab sich zufrieden: „Auch in diesem Jahr konnten wir insgesamt etwa 1400 Besucher begrüßen. Damit sind die Zahlen in den letzten Jahren sehr stabil.“ Finanziert und organisiert wird das Festival durch Sponsoren, Freunde und Förderer. Für die haben sich auch 2016 die Mühen gelohnt: „Und es wird definitiv nicht das letzte Rostocker Jazz-Festival bleiben“, verspricht René Geschke.

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