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Rostocker Fahrradjäger : Internet-Detektive stoppen den Fahrradklau

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Fahrrdad-Diebe haben keine Chance mehr: Ein Team aus Fahrradliebhabern geht ab heute mit einer Internetseite auf die Jagd nach gestohlenen Rädern. Martin Jäger, Steffi Wulf und Anton Marcuse sind die "Fahrradjäger".

svz.de von
erstellt am 20.Feb.2012 | 11:28 Uhr

Jetzt sollen Diebe keine Chance mehr haben: Ein Team aus drei Fahrradliebhabern geht ab heute mit einer neuen Internetseite gezielt auf die Jagd nach gestohlenen Rädern. Martin Jäger, Steffi Wulf und Anton Marcuse haben das Konzept von „Fahrradjäger“, einer Internetseite und dazugehöriger Smartphone-App, entwickelt. „Wir sind eine Anlaufstelle für alle, die ihr Fahrrad vor Wilderern beschützen möchten, oder deren Fahrrad bereits gestohlen wurde“, sagt Martin.

Liebhaber können bei Fahrradjäger Profile für ihre Räder mit Rahmennummer, Farbe, Typ und beliebig vielen anderen Details anlegen. Wird eines gestohlen, können sie es als Freiwild deklarieren. „Ab dem Zeitpunkt kann das von jedem Nutzer anhand der Rahmennummer eindeutig gesucht und gefunden werden“, sagt Steffi. Jagen können die Nutzer ganz nebenbei beim Bummel zum Supermarkt, wenn sie ein verdächtiges Rad sehen, oder gezielt, um möglichst viele Trophäen bei den Fahrradjägern zu ergattern.


Die Internetseite bietet ein umfangreiches Angebot für Fahrradfreunde: Trophäen können ergattert und Finderlöhne ausgesetzt werden. Es gibt Foren zum Austausch, das Jägerlatein, aber auch Erklärungen, was zu tun ist, wenn ein Rad gestohlen ist, wie es bei der Polizei und der Versicherung anzuzeigen ist – die Fahrradjäger nehmen ihre Sache ernst. „Gerade Fahrräder sind etwas sehr Persönliches“, sagt Anton.
Sie sagen dem Diebstahl den Kampf an. Die Motivation der drei Jäger ist klar. „Mir wurden selbst schon fünf Fahrräder gestohlen. Und wir haben festgestellt, dass es keine effiziente Methode gibt, Fahrräder als gestohlen zu identifizieren“, sagt Martin. Die Aufklärungsrate der Fahrraddiebstähle liege bundesweit bei zehn Prozent. „In Rostock nur bei um die drei Prozent“, sagt Steffi.


Dem wolle sie mit ihren Mitstreitern entgegenwirken. Für Martins teure Sporträder ist es zu spät, aber anderen wollen die Fahrradjäger helfen. Ab heute sind sie unter www.fahrradjaeger.de online, wollen eine große Community aufbauen und dem Diebstahl den Kampf ansagen.

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