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Norddeutsche Neueste Nachrichten

15. Dezember 2017 | 20:43 Uhr

Theater-Streit : Intendant: Wir behalten vier Sparten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sewan Latchinian pocht auf ein starkes Rostocker Volkstheater.

Erneut ist das Volkstheater Rostock in Bedrängnis. Die Schließung von Musik- und Tanztheater steht im Raum. Der neue Intendant Sewan Latchinian ist mitten drin im bekannten Kampf um Geld, Arbeitsplätze und Existenz. Und er sagt einfach Nein zum Abbau. Das Volkstheater solle mindestens ein Vier-Sparten-Haus bleiben.

Hintergrund der neuesten Wirrungen war die Zielvereinbarung, an der Stadt und Land seit Monaten arbeiten. Sie wollen die gesamte öffentliche Förderung bis 2020 auf maximal aktuellem Niveau einfrieren – also bei 16,6 Millionen Euro. Mit dieser Summe, sagt Latchinian, könnte das Haus sogar auskommen, aber das sei an Voraussetzungen geknüpft. Das Theater arbeitet an dem Abschluss eines Haustarifvertrages für das Orchester. Der würde 11,7 Millionen Euro bis 2020 einsparen. Einziges Problem: Das Wörtchen „maximal“ in der Vereinbarung zwischen Stadt und Land. Dadurch befürchten Mitarbeiter, dass die Förderung doch noch weiter runtergehen könnte, und damit ihre Arbeitsplätze und der Aufwärtstrend in Gefahr geraten. „Ich habe das Gefühl, dass immer, wenn es gut läuft, Negatives folgt“, sagt Katja Taranu, Leiterin des Tanztheaters. Die Stadt solle deutlich sagen, was sie will, was für ein Theater sie will. Intendant Latchinian hofft nun auf die Bürgerschaft, die die Zielvereinbarung absegnen muss, denn „120 Jahre Tradition sind nicht Privatbesitz von OB und Kultusminister“.

Mehr dazu in den heutigen NNN.

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