GroßAuftrag : Ingenieure aus Rostock betreuen Milliardenprojekt in Zentralasien

So soll der Hafen einmal aussehen. Er gilt als Schlüsselprojekt für die Handelsbeziehungen Turkmenistans.  Grafik: NNN
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So soll der Hafen einmal aussehen. Er gilt als Schlüsselprojekt für die Handelsbeziehungen Turkmenistans. Grafik: NNN

Inros Lackner AG übernimmt in Turkmenistan Auftrag zur Planung eines der größten Hafenbauprojekte weltweit

svz.de von
12. Dezember 2013, 06:00 Uhr

Das Rostocker Architektur- und Ingenieurunternehmen Inros Lackner AG hat den Auftrag zur Planung eines der größten Hafenbauprojekte Zentralasiens erhalten. Die Gesamtinvestitionssumme des Projekts in Turkmenistan beläuft sich auf 1,5 Milliarden Dollar (knapp 1,1 Milliarden Euro). Mit dem Auftrag sind – so das Unternehmen – neben der Planung auch die Ausschreibung und die Bauüberwachung des Hafens Turkmenbashi am Kaspischen Meer verbunden. Inros Lackner hat sich in einem internationalen Ausschreibungsverfahren durchgesetzt. Auftraggeber ist der staatliche Dienst für den See- und Binnenverkehr Turkmenistans.

Der Hafen, der 2017 fertig sein soll, werde eine Umschlagskapazität von rund 25 Millionen Tonnen haben. Zum Vergleich: 2012 waren im Rostocker Seehafen 21,2 Millionen Tonnen umgeschlagen worden. Der neue internationale Hafen wird entscheidend zum weiteren Wachstum der Verkehrsströme im eurasischen Raum sowie zur Stärkung der wirtschaftlichen und handelspolitischen Zusammenarbeit zwischen Asien und Europa beitragen. Auf einer Gesamtfläche von mehr als 120 Hektar erfolgen der Neubau von fünf neuen schlüsselfertigen Hafenterminals, die Modernisierung eines bestehenden Eisenbahn-Fährhafens und der Neubau einer Schiffswerft. Zur Optimierung der Hinterlandanbindung des Hafens werden eine neue Hafenstraße, Gleisanbindungen sowie ein neuer Rangierbahnhof errichtet.

„In einer engen und vertrauensvollen Kooperation mit lokalen, türkischen und auch deutschen Unternehmen werden wir bis 2017 einen modernen und zukunftsorientierten neuen Hafen in Turkmenbashi entwickeln“, sagt Projektleiter Torsten Retzlaff. Nach seinen Angaben wird der Hafen nach den so genannten Green-Port-Standards und -Anforderungen errichtet. So soll dem empfindlichen Ökosystem des größten Binnensees der Welt Rechnung getragen werden.

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