Rostock : Info-Tag für junge Unternehmer

Die Software „Tweedback“ hat ein Team um Gründer Jan Tauer (r.) und Projektteilnehmer Robert Brumme entwickelt. Dozenten können damit blitzschnell Feedback von Studenten erhalten.
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Die Software „Tweedback“ hat ein Team um Gründer Jan Tauer (r.) und Projektteilnehmer Robert Brumme entwickelt. Dozenten können damit blitzschnell Feedback von Studenten erhalten.

Beim 5. MVpreneur Day haben erfolgreiche Geschäftsleute dem Nachwuchs gezeigt, wie der seine Ideen selbst verwirklichen kann

svz.de von
09. Juni 2016, 08:00 Uhr

Ob neue App, Schmuckdesign oder veganes Restaurant – neue Ideen zu entwickeln, erfordert viel Fantasie, sie auch umsetzen, vor allem Mut. Um jungen Forschern, Unternehmern und Querdenkern zu zeigen, wie sie ihre Ideen verwirklichen können, hat gestern der 5. MVpreneur Day auf dem Ulmencampus der Rostocker Universität stattgefunden. „Auch wenn man das Gefühl hat, dass man nicht mehr viel lernen kann, so kommt doch immer wieder etwas dazu – auch als Rektor“, sagt Prof. Wolfgang Schareck auf dem Info-Tag. Die kreative Begeisterung, der Entdeckergeist seien Motoren der Gesellschaft, so Schareck.

Um diejenigen zu unterstützen, die sich noch nicht zur Gründung eines eigenen Unternehmens durchringen konnten, haben im Audimax Niclas Börnström, Gründer der weltweiten Fitnesskette Mrs. Sporty, und Bernd Schröter von S+T-Fassaden aus Tessin den Jungunternehmen ihren Weg erläutert, ihnen Chancen und Risiken der Unternehmensgründung aufgezeigt.

Ein Projekt, das es bereits geschafft hat, ist die webbasierte Software „Tweedback“. Das Kommunikationsprogramm hat ein Team um Jan Tauer und Robert Brumme seit 2012 entwickelt – auf Wunsch von Uni-Rektor Schareck. „Die Software dient dazu, die Lehre an Hochschulen zu verbessern“, sagt Gründer Jan Tauer. Es ermögliche einen zusätzlichen Kommunikationsaustausch zwischen Lehrenden und Studenten. Dabei können mittels internetfähiger Geräte wie Smartphones, PCs oder Tablets Multiple-Choice-Fragen gestellt und umgehend beantwortet werden. „Das Tolle daran ist, dass man sofort ein Feedback bekommt, das anonym ist und dadurch weitaus ehrlicher, als wenn es personalisiert wäre“, so Jungunternehmer Tauer.

Seit Ende 2015 gibt es Bestrebungen, das einstige universitäre Projekt, das durch Hochschul- und Landesmittel gefördert wurde, als Unternehmen auszugründen. „Wir entwickeln das Programm immer weiter. Künftig wäre neben der freien Nutzung für die Lehre auch eine kommerzielle in Firmen denkbar“, so Tauer.

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