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Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. November 2017 | 04:53 Uhr

"In Rostock ist das Publikum spitze"

vom

svz.de von
erstellt am 11.Jul.2013 | 12:16 Uhr

Rostock | Er hat den deutschen Humor mitgeprägt wie kein Zweiter und seinen Erfolg bis heute halten können: Otto kommt im Herbst nach Rostock und tritt auch am 5. und 6. Oktober in der Stadthalle auf. NNN-Autorin Nicole Pätzold sprach mit dem sympathischen Friesen über sein Programm, seinen Humor im Privatleben und seinen Jungbrunnen.

"Geboren, um zu blödeln" heißt das aktuelle Programm, was erwartet die Rostocker Fans?

Waalkes:
"Was erwartet Otto von den Rostocker Fans?", müsste die Frage lauten! - Die Fans müssen mir nämlich helfen. Auf so einer Riesenbühne kann ich doch nicht alles alleine machen. Das Publikum muss im Otto-Gangnam-Style mittanzen und mitsingen - von Heino bis zu den Toten Hosen wird Textsicherheit verlangt.

Die Nordlichter, zumindest von hier oben, gelten ja aber als unterkühlter...

Unsinn, hier im Norden schlagen die heißesten Herzen. Und vor allem in den Hansestädten wie Rostock war das Publikum immer spitze, hier versteht man ja auch meinen norddeutschen Dialekt.

Was ist Ihr liebster Ostfriesenwitz?

Ähm... Was ist für einen Ostfriesen das beste Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit? - Sommer, Herbst und Winter.

Die Filme und Shows von und mit Ihnen sind ja legendär. Kriegt das Publikum noch mehr vom alten Otto-Stil?

Naja, Otto ist und bleibt halt Otto. Aber der Stil entwickelt sich: Jetzt bereite ich einen neuen Zwergen-Film vor, der die Entwicklung meiner Figur zum Vollzwerg zeigen wird: Bubi - die Legende lebt! Auch das Faultier Sid aus "Ice-Age" entwickelt sich immer weiter - wenn ich nicht aufpasse, werde ich doch noch erwachsen.

Und so ganz klassisch - die Ottifanten: Kommen die noch mal wieder?

Die Ottifanten waren ja nie weggetaucht. In Rostock sind sie natürlich auch wieder dabei. In welcher Form, wird noch nicht verraten, sonst ist es ja keine Überraschung mehr. Es gibt noch viel zu tun - sacken wir es ein!

Auch wenn es vielleicht schwierig einzuschätzen ist: Nehmen Sie Ihren Bühnenhumor mit ins Privatleben?

Der Bühnenhumor kommt ja aus meinem Privatleben. Da kann ich ihn gut gebrauchen, denn zurzeit bin ich mal wieder Single, und Singles neigen bekanntlich zur Verwahrlosung. Ich brauche schon jemanden, der mich behütet und versorgt - vielleicht bewerbe ich mich bei "Blödel sucht Frau".

Also ist es zu Hause gerade nicht witziger als vorher?

Zu Hause ist es vor Komik kaum noch auszuhalten. Ich habe bloß niemanden, an dem ich meine Scherze ausprobieren kann. Derzeit muss ich auch noch über mich selber lachen - ich bin im wahrsten Sinne Alleinunterhalter.

Was treibt Sie an, immer weiterzumachen?

Eindeutig das Publikum. Solange die Leute mich noch ertragen und manchmal sogar auf Händen tragen, kann ich doch nicht einfach aufhören.

Das Publikum hat sich doch sicher im Laufe der Zeit verändert bei Filmen wie "Sieben Zwerge" und Ihren Synchronisationsrollen?

Ja, es hat sich verjüngt. Das merkt man auch auf den Touren, dass ganz viele junge Leute da sind. Das ist dann auch mein Jungbrunnen.

Was wollen Sie denn in Ihrer Karriere unbedingt noch erreichen?

Ach, ich bin bescheiden: Außer dem Weltfrieden und der Vollbeschäftigung reichen mir ein schöner Film und noch viele gute Konzerte. Ich möchte auf der Bühne sterben, aber ich weiß nicht, ob es noch Tickets gibt für die Vorstellung.

Sie sagen "Konzerte" - heißt das auch, dass das aktuelle Tourprogramm hauptsächlich musikalisch bestimmt ist?

Nein, nein, es ist die Ostfriesenmischung aus Komik und Musik, wobei das Zweite immer dem Ersteren zu dienen hat. Ich spiele alle Instrumente selbst, ohne Band. Ich staune manchmal selbst: Wie bekomme ich das überhaupt alles so hin?

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