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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. Oktober 2017 | 01:04 Uhr

Spielidee-Messe : In mühevoller Kleinstarbeit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Spiel, Modellbau und kreatives Gestalten – die Erlebnismesse Spielidee vereint drei Veranstaltungen unter einem Dach.

von
erstellt am 30.Okt.2015 | 07:30 Uhr

Spielen, basteln ausprobieren – ab heute steht die Hanse Messe ganz in diesem Zeichen. Hinter dem Namen Spielidee verbergen sich eigentlich gleich drei Messen, wie Projektleiter Thomas Walter erklärt: „Es gibt drei Bereiche – ,Spiele und Spielware‘, ,Modellbau und -sport‘ sowie kreatives Gestalten und Hardarbeit‘, da ist also für alle was dabei. Nicht umsonst ist das die größte Messe dieser Art Norddeutschlands.“ Mehr als 100 Aussteller stehen bereit um zu erklären, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und auch zu verkaufen.

Im Kreativbereich fällt vor allem der größte Pinsel der Welt ins Auge, der von der Decke baumelt. „Er wiegt eine halbe Tonne, ist 15 Meter lang und mit ihm kann jeder sein eigenes Bild malen. Der Aktionskünstler beschreibt diese Art als aktives Passivmalen und dadurch entstehen expressionistische Kunstwerke“, so Walter.

Wenige Meter entfernt, sind Udo Schmitz und Annett Schröter gerade dabei, Spiele zu drapieren und ihren Stand einzurichten. Die beiden sind Spieleerklärer und reisen mit ihren etwa 150 verschiedenen Exemplaren durch Deutschland. „Wir sind sozusagen lebende Spielanleitungen. Uns können die Leute rufen, wenn sie die Regeln erklärt haben wollen oder es Streitfragen gibt“, erzählen sie. Vor allem dem Legespiel Carcassonne haben sich beide verschrieben. „In den Spielen kann man in verschiedene Rollen schlüpfen und die Kinder können auch mal zu ihren Eltern gemein sein.“ Etwa 1000 Spiele warten in diesem Bereich auf kostenlose Ausleihe und darauf, gespielt zu werden.

Doch sind es vor allem die Enthusiasten, die dieser Messe ihrem Stempel aufdrücken, da sie ihr Hobby präsentieren wollen und auf viele Gleichgesinnte treffen.

Einer von ihnen ist Matthias Tiller aus Berlin. Er gehört der „Lego-User-Gruppe Berlin“ an und hat seine 16 Quadratmeter große Legocity samt Eisenbahn mitgebracht. Etwa 200  000 Teile fasst sein Modell, bestehend meist aus Eigenbauten. Doch wie kommt man dazu, unzählige Arbeitsstunden in dieses Hobby zu investieren? „Ich habe als Kind damit gespielt und zu meinem 50. Geburtstag die Steine reaktiviert, da ich Kinder zu Besuch hatte. Dann habe ich ein Modell geschenkt bekommen und nun seit sieben Jahren wieder dabei“, erzählt er.

Wie fast jeder auf dieser Messe investiert er täglich mehrere Stunden in sein Hobby. „Man kann hier sehr gut entspannen und wir auch sein überflüssiges Geld schnell los“ sagt er lächelnd.

Ebenso teuer und genauso arbeitsintensiv ist das Hobby des „Truck Modellbau Club 88 Berlin“. „Lego ist nicht so unser Ding, hier geht es um Lkw-Modelle und Sonderfahrzeuge, die viel Technik enthalten“, erzählt Vereinsmitglied Wolfgang Förster. „Hier steckt Jahre lange Arbeit drin. Beim Bagger ist zum Beispiel komplett als Eigenbau entstanden, mit Hydraulik, bedienbarer Schaufel und so weiter“, erzählt Vereinsältester Henning Firnhaber. Menschen wie ihn gibt es auf der Spielidee einige. Und sie sprechen gerne über ihr Hobby egal ob mit Gleichgesinnten oder Interessierten. „Wir hoffen auf 25  000 Besucher. Egal ob die Landesmeisterschaften im Mensch ärger dich nicht, die Rennstrecken für ferngesteuerte Rennwagen, Kreativworkshops oder die Schauen der Flugmodelle, zu erleben gibt es vieles“, so Thomas Walter.

Geöffnet ist Freitag, Sonnabend und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr.

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