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22. Oktober 2017 | 21:27 Uhr

In Kampflaune: Schwimmer gegen Fußballer

vom

svz.de von
erstellt am 10.Dez.2012 | 07:22 Uhr

Rostock | "Das ist meine neue Herausforderung" - Ronny Heiligers hat nicht einfach in einer Laune für die Benefiz-Fight-Night am 15. Dezember zugesagt. Er will es wissen. Fit ist er. Er war jahrelang als Schwimmer im Leistungssport aktiv. "Aber das Boxtraining erfordert andere Dinge als das Schwimmtraining", sagt der Dozent von der Ecolea-Schule. Und auch sein Gegner wird es ihm nicht leicht machen. Er tritt gegen Ex-Hansa-Spieler Rayk Schröder an. "Ich weiß, dass Rayk auch fleißig trainiert. Da er Sportler ist, wird er entsprechenden Ehrgeiz haben", sagt Heiligers. Er hat Respekt vor ihm, das sei ein Grund mehr, so hart zu trainieren. "Ich erwarte einen heißen Kampf, ich glaub nicht, dass ich etwas geschenkt kriege."

Seine Partnerin steht seiner Entscheidung, bei einer Fight-Night anzutreten, skeptisch gegenüber - ganz anders als seine Tochter. Die 13-jährige Valerie ist begeistert. Sie hat selbst schon mal Kampfsport gemacht. Seine Familie wird zur Veranstaltung kommen, ebenso wie Schüler, Freunde und Bekannte - "das halbe Dorf", sagt Heiligers. Er wohnt in Starkow. Dort hat sich die Nachricht vom boxenden Dozenten, der den Hansa-Spieler bezwingen will, schnell rumgesprochen. Heiligers wurd von seinen Ecolea-Kollegen gefragt - er passte am besten in das Bild eines erfolgreichen Boxers. "Aber so ein bisschen bescheuert muss man schon sein, um mitzumachen", sagt er. Gereizt habe ihn vor allem auch der Benefizgedanke. Jetzt wird er antreten und zu Metal-Musik in den Boxring einlaufen.

Steckbrief Ronny Heiligers
Nickname: Physioschnecke
Alter: 38 Jahre
Gewicht: 91 Kilogramm
Größe: 1,89 Meter
Beruf: Physiotherapeut/Dozent
Sportarten: Schwimmen
Lieblingsgetränk: Kubanischer Limettentee
Lieblingsfilm: „Das Boot“

Auch Rayk Schröder nimmt seinen Gegner ernst. „Körperlich bringen wir das Gleiche mit. Das wird interessant“, sagt der ehemalige Hansa-Spieler. Seine Freundin ist entspannt in Anbetracht des Kampfes. Auch Fußball birgt genügend Verletzungsrisiken und letztlich sei alles reparabel. Schröder stellt sich auf einen harten Kampf ein. „Ich liebe solche Grenzerfahrungen“ – gerade, da er in letzter Zeit ruhiger geworden ist: Er hat sich mit einem Burgerladen selbstständig gemacht.

Sport ist jetzt sein Hobby, nicht mehr sein Beruf. Dreimal die Woche geht Schröder ins Sportgym in Schmarl zum Training – Liegestütze, Training am Boxsack, Sparring. Sein Gegner und er nehmen sich nichts. „Die Trainer machen aus uns Holzsoldaten“, sagt er. Dienstags, donnerstags und sonnabends zieht er dafür voll durch, die Konzentration ist ihm anzusehen. Für seine Trainer, Martin Sengbusch und Percy Michatz, ist er mit seiner Disziplin ein Glücksgriff. Ihre blaue Ecke konnte sich letztes Mal gegen die rote durchsetzen, diesmal soll es nicht anders sein, finden die Männer. Schröder will auch dafür kämpfen. „Wir wollen uns ja nichts nachsagen lassen.“ Als er von Veranstalter Christian Bürki gefragt wurde, ob er antritt, war seine Entscheidung klar. „Die ganze Veranstaltung hat einen super Hintergrund. Für so was bin ich immer zu haben.“ Dazu noch der Aspekt der neuen sportlichen Herausforderung und Schröder war gepackt. „Es ist so eine Kombination aus allem für mich.“

Steckbrief Rayk Schröder
Nickname: Schober
Alter: 37 Jahre
Gewicht: 82 Kilogramm
Größe: 1,86 Meter
Beruf: Selbstständiger
Sportarten: Fußball
Lieblingsgetränk: Mojito
Lieblingsfilm: Quentin-Tarantino-Filme

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