Verborgene Welten : In der Ostsee schlummmern viele Wracks

Ein besonders wertvoller Wrack-Fund:  Reste des Schweden-Kriegsschiffs „Prinsessan Hedvig Sophia“ vor Strande bei Kiel, es wurde 1715 von den Dänen versenkt.
Ein besonders wertvoller Wrack-Fund: Reste des Schweden-Kriegsschiffs „Prinsessan Hedvig Sophia“ vor Strande bei Kiel, es wurde 1715 von den Dänen versenkt.

Viele Schiffe sind über die Jahrhunderte im Sturm untergegangen, in gefährlichen Untiefen Leck geschlagen oder bei Seegefechten versenkt geworden.

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25. August 2015, 12:00 Uhr

Die Wracks sind bedeutende Funde für die Unterwasserarchäologie, der sich das 16. Schiffsarchäologische Seminar seit gestern widmet. Interessierte Taucher sollen hier praktisch und theoretisch einen Überblick über bedeutende Schiffswracks in der Ostsee, dem wohl wrackreichsten Binnenmeer der Welt, erhalten, erklärte der Veranstalter, die Gesellschaft für Schiffsarchäologie in Rostock. Einige tausend Wrackpositionen seien in der Ostsee bekannt.

Wrackplünderer waren jahrelang ein Problem. „Die Zahl der professionellen Wracksucher ist extrem zurückgegangen“, sagte Eyk-Uwe Pap, Geschäftsführer des Baltic Taucherei- und Bergungsbetriebs in Rostock. „Kleinere Gruppen und Privatleute, die sich alleine auf einen Tauchgang begeben und plündern, findet man jedoch verstärkt“. Ganz legal sei das Ganze nicht. „Das Betauchen der Wracks von Privatleuten liegt in einer Grauzone“.

„Gott sei Dank sind diese Taucher alle semi-professionell unterwegs und können Wracks in extremen Tiefen gar nicht erst erreichen“. In bis zu 30 Metern Tiefe gebe es in der Ostsee jedoch eine hohe Fluktuation an Sporttauchern. „Manchmal organisieren sie sich auch“, sagte Pap. „Dann versuchen die Hobbytaucher gezielt ganze Schiffswracks abzufräsen“.

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