Kaufen und mieten : Immobilienpreise explodieren weiter

Wohnungen in Toplage erzielen Spitzenpreise, auch am Rostocker Stadthafen.
Wohnungen in Toplage erzielen Spitzenpreise, auch am Rostocker Stadthafen.

Hauskäufer mussten 2014 im Schnitt 10,5 Prozent mehr als im Vorjahr zahlen. Auch Mieter betroffen

svz.de von
08. Februar 2016, 05:00 Uhr

Kaufpreise und Mieten hochklassiger Objekte in Rostock ziehen weiter kräftig an. Das belegt der jetzt vorgelegte Wohnimmobilien Marktbericht Deutschland des Unternehmens Engel und Völkers. Demnach zahlten die Käufer von 123 Ein- und Zweifamilienhäusern im Jahr 2014 durchschnittlich 246 500 Euro. Das entspricht einer Steigerung von 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als im Schnitt 223 000 Euro fällig wurden.

Immerhin auf mehr als vier Prozent Preissteigerung bringen es die 516 verkauften Eigentumswohnungen. Im Schnitt wurden 163 100 Euro gezahlt, 2013 waren es noch 156 300 Euro. Und der Boom hält weiter an. Im ersten Halbjahr 2015 erhöhte sich die Preisobergrenze für Ein- und Zweifamilienhäuser in den sehr guten Lagen um 250 000 auf eine Million Euro. „Dabei wurden für architektonische Ausnahmeobjekte in Toplagen teilweise Kaufpreise über zwei Millionen Euro erzielt“, heißt es im Marktbericht.

Die Spitzenpreise für Eigentumswohnungen zogen ebenfalls an. Derzeit betragen sie durchschnittlich 8000 Euro pro Quadratmeter. „In erster Reihe in direkter Wasserlage wurden vereinzelt sogar Preise von bis zu 10 000 Euro pro Quadratmeter aufgerufen“, so das Unternehmen. Für das laufende Jahr geht es davon aus, dass dieser Trend sich fortsetzt. Dafür verantwortlich seien das anhaltend niedrige Zinsniveau und die positive wirtschaftliche Entwicklung Rostocks.

Anders im Bereich der Mieten in sehr guten Lagen. Dort prognostiziert das Unternehmen für das laufende Jahr stabile Preise, allerdings auf hohem Niveau. Die Spitzenmieten seien auf 14 Euro pro Quadratmeter geklettert, was einem Plus von 1,50 Euro gegenüber dem Vorjahr entspreche. Für andere Preisklassen gelte die Stabilität aber nicht. In der Kröpeliner-Tor-Vorstadt etwa sieht das Unternehmen aufgrund der hohen Nachfrage durch Studenten noch Steigerungspotenzial bei den allgemeinen Mieten. Das mache Rostock interessant für Investoren.

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