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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 19:49 Uhr

Rostock : Immobilien zentral in einer Hand

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung will 241-Millionen-Sanierungsstau abbauen

von
erstellt am 21.Okt.2014 | 08:00 Uhr

Passende Lernbedingungen für Tausende Rostocker Schüler, Trainingsgebäude für die Feuerwehr, ein funktionierendes Krematorium – ohne den Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) läuft in Rostock nichts. Jetzt hat das Unternehmen seinen Jahresabschluss für 2013 vorgelegt.

Demnach hat sich der Zuständigkeitsbereich des KOE erneut erweitert, sodass er im vergangenen Jahr insgesamt 374 Immobilien verwaltete. Das Anlagevermögen stieg im Vergleich zum Vorjahr von 351 auf 365 Millionen Euro, der Gewinn betrug 58 000 Euro. Zu Beginn dieses Jahres übernahm der Betrieb zudem die Friedhöfe, Theaterwerkstätten, Bau- und Betriebshöfe sowie die Einrichtung in der Warnemünder Fritz-Reuter-Straße. Ab dem kommenden Jahr soll die Verwaltung aller städtischen Immobilien endgültig zentral durch den KOE erfolgen. So will es die Rostocker Bürgerschaft.

Damit fällt auch der Abbau eines 241-Millionen-Euro-Sanierungsstaus bis 2018 in seinen Aufgabenbereich. Dafür will der KOE vor allem auf Fördermittel von Bund und Land sowie auf Zuschüsse der Stadt zurückgreifen. Das gilt auch für die Umsetzung von Großprojekten wie der 19 Millionen Euro teuren Sanierung und Erweiterung der Feuerwache in der Erich-Schlesinger-Straße oder den Neubau des Verwaltungskomplexes An der Hege. Dieser ist mit zehn Millionen Euro veranschlagt.

Von den 374 bewirtschafteten Immobilien im vergangenen Jahr nutzte die Hansestadt 190 selbst. Dafür zahlte sie eine kostendeckende Einheitsmiete in Höhe von 3,94 Euro pro Quadratmeter an ihr Tochterunternehmen. Die Miete für Schulen und Sportstätten fiel mit 2,85 Euro pro Quadratmeter niedriger aus. Für die anderen 184 Objekte, die an Dritte vermietet wurden, wurden jeweils eigenständige Verträge abgeschlossen. Davon betroffen sind etwa das Jugendalternativzentrum, Kindertagesstätten oder Gewerbeobjekte. Insgesamt betrugen die Umsatzerlöse im vergangenen Jahr 36,7 Millionen Euro, fast 650 000 Euro weniger als 2012.

Für den Rückgang verantwortlich ist ein Umsatzeinbruch bei dem Geschäft mit Dritten um rund drei Millionen Euro auf nun 9,4 Millionen Euro. Dahingegen erzielte der KOE aus der Vermietung an die Stadt knapp 2,4 Millionen Euro Mehrerlöse, insgesamt 27,3 Millionen Euro. In die Instandhaltung und Sanierung aller Objekte flossen knapp 22 Millionen Euro. Der Leerstand der Gebäude betrug gerade einmal rund ein Prozent.

Neben dieser außerordentlich guten Quote profitiert das Unternehmen vom niedrigen Zinsniveau. Denn zahlreiche Vorhaben ließen und lassen sich nur mithilfe von Krediten verwirklichen. Allein 2013 nahm der Eigenbetrieb Kredite in Höhe von 12,7 Millionen Euro auf. Die Schulden bei den Banken betrugen damit fast 81 Millionen Euro.

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