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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 22:53 Uhr

Tierschutz : Immer im Einsatz für Vierbeiner in Not

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker Verein zieht Bilanz: Schlager Auffangstation soll Regionaltierheim werden

Seit 1990 sorgt sich der Rostocker Tierschutzverein (TSV) um Hund, Katz und Maus. Auch wenn in den vergangenen 25 Jahren viel für Tiere in Not getan werden konnte, plagen den Vereinsvorsitzenden Dr. Wolfgang Horn noch immer zahlreiche Sorgen und Nöte. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung zog Horn Bilanz.

Der Standort des Tierheims in Schlage täusche darüber hinweg, dass sich die Einrichtung auch für die Tiere Rostocks zuständig fühlt, also keineswegs nur für die des Umlands. Deshalb sei es umso bedauerlicher, dass Schlage von der Förderung durch die Hansestadt nicht profitiert. Eine Situation, die auch für Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) inakzeptabel ist. Er versprach Horn, baldige Gespräche zwischen der Kommune und den Tierheimen zur weiteren Zusammenarbeit anzusetzen. Methling könne sich vorstellen, das Schlager Heim als Regionaltierheim zu etablieren.

Norbert Schlosser, Leiter der Einrichtung in Schlage, berichtete über Erfolge, aber vor allem auch über Probleme. Seit Eröffnung am 1. Mai 1992 sind mehr als 10 350 Tiere in Not aufgenommen und fachgerecht versorgt worden. Angesichts der schwierigen finanziellen Situation fordert er, dass die umliegenden Gemeinden an den stetig steigenden Kosten für Futter, tierärztliche Betreuung, aber auch für Bau- und Reparaturmaßnahmen auf dem weitläufigen Gelände beteiligt werden. Immerhin würden die Tierschützer Aufgaben erledigen, für die eigentlich die Kommunen aufzukommen haben.

Doch nicht nur die Förderungsdiskussion war Thema bei der Mitgliederversammlung: Horn blickte auf die Arbeit des vergangenen Jahres zurück. Der TSV hätte sich an Protesten in Berlin und Grimmen sowie auf der Landwirtschaftsausstellung Mela in Mühlengeez bei Güstrow gegen Tierversuche und Tierquälereien bei der industriemäßigen Haltung von Nutztieren eingesetzt. Ein besonderer Höhepunkt sei die Sitzung des Länderrats im Deutschen Tierschutzbund gewesen, der erstmals im Nordosten getagt hatte.

Der Tierschutzverein unterstützte außerdem die Aktion „Nimmst du mein Tier, nehme ich dein Tier“. Diese ziele auf die Vermittlung von Betreuungsplätzen während der Urlaubszeit ab. „Eine weitere Aktion nennt sich „Kollege Hund“. Damit sollen Arbeitgeber angeregt werden, den Mitarbeitern zu gestatten, ihre Vierbeiner mit ins Büro zu nehmen“, erklärt Horn.

Doch nicht nur für Hunde, sondern auch für Katzen sei viel getan worden. Zahlreiche Katzenfreunde hätten sich hervorragend um die rund 250 Futterstellen im Stadtgebiet gekümmert. Etwa 1200 Tier würden dort zuverlässig betreut, oft auf eigene Kosten und mit großem Zeitaufwand.


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