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Palliativ-Versorgung : Immer im Einsatz für die kleinen Patienten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Aktion „Mike Möwenherz“ kümmert sich um schwerst und unheilbar kranken Kinder und Jugendliche.

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Bei der Arbeit mit schwerst und unheilbar kranken Kindern „lernt man alle Facetten der Kinderbetreuung kennen“, erzählt Jessica Klasen. Sie ist die Koordinatorin des Teams zur Spezialisierten Ambulanten Palliativen Versorgung (SAPV) in Rostock. Mit einem Tag der offenen Tür und einer Tagung haben alle Beteiligten und Gäste den offiziellen Projektstart gefeiert.

Seit Mai dieses Jahres versorgt das SAPV-Team „Mike Möwenherz“ die Kinder in ganz Mecklenburg-Vorpommern, damit sie auch zu Hause die optimale Pflege sowie psychische und medizinische Versorgung bekommen. Derzeit kümmern sich drei Ärzte und vier Kinderkrankenschwestern um die Kinder und Jugendlichen. „Wir arbeiten dafür, dass Kinder friedlich und in Ruhe zu Hause sterben können“, sagt Klasen.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich ein breites interdisziplinäres medizinisches Netzwerk, unter anderem aus Ärzten, Therapeuten und Pflegediensten gebildet. So wird die umfassende Versorgung der Kinder und Jugendlichen gesichert.

Zurzeit werden fünf Kinder von dem SAPV-Team in Mecklenburg-Vorpommern betreut. Die Teammitglieder sind für die betroffenen Familien 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche im Einsatz. Mindestens alle 14 Tage steht ein Hausbesuch an, um beispielsweise die Medikamentendosierung zu überprüfen, die Eltern auf Notsituationen vorzubereiten und nach dem Gesundheitszustand des kleinen Patienten zu sehen. Fragen können auch jederzeit per Telefon an das Team gerichtet werden. „Die Familien bekommen so die Chance, rund um die Uhr mit einem Arzt zu sprechen“, sagt die Koordinatorin.

„Bei der Arbeit ist man nie ganz alleine, sondern viele Leute arbeiten im Hintergrund mit“, sagt Prof. Dr. Carl Friedrich Classen, ärztlicher Leiter des Teams. Neben den Ärzten aus dem SAPV-Team sind beispielsweise auch behandelnde Ärzte und Spezialisten in die Versorgung der kleinen Patienten involviert.

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