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Bargeshäger: Nach Großbrannd bei EMV : Im September gibt es Untersuchungsergebnisse

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Die Dienstkleidung der Feuerwehr war nach dem Einsatz bei EMV beschlagnahmt worden, weil drei Feuerwehrleute während des Einsatzes kollabierten. Jetzt gilt es herauszufinden ob anhaftende Schadstoffe Schuld waren.

svz.de von
erstellt am 30.Aug.2013 | 12:42 Uhr

Bargeshagen | Einen Monat nach dem Großeinsatz beim Sondermüll-Entsorger EMV hat die Bargeshäger Feuerwehr ihre Dienstkleidung wieder. Die war beschlagnahmt worden, um herauszufinden, ob eventuell an der Kleidung haften gebliebene Schadstoffe daran schuld waren, dass am Einsatzort drei Feuerwehrleute kollabierten. Neben den Brandschützern war bei der Verpuffung, die zu einem Brand an der Recyclinganlage geführt hatte, auch ein Mitarbeiter verletzt worden.

"Bei den Tests der Einsatzkleidung ist nichts herausgekommen", sagt Hans-Joachim Meier. Er leitet das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (Stalumm), das als Genehmigungsbehörde auch für den Entsorgungsbetrieb zuständig ist. "Wir sind gegenwärtig dabei, das damalige Genehmigungsverfahren noch einmal herauszuarbeiten", so Meier. Darum hätte nicht nur Umweltminister Till Backhaus (SPD) gebeten, der beim letzten Feuerwehreinsatz bei EMV persönlich vor Ort war. "Es geht auch darum, dass immer wieder behauptet wird, wir hätten im Lauf der Zeit mehr Mülltransporte zugelassen, als genehmigt. Aber das stimmt nicht", widerspricht der Amtsleiter den Argumenten, die er vor allem von der Bevölkerung in Bargeshagen immer wieder zu hören bekommt. Für deren Sorgen hat Meier Verständnis. "Ich würde mich auch beschweren, wenn es dort zu Geruchsbelästigung kommt. Aber nicht immer muss intensiver Geruch gleich auf Schadstoffe hindeuten", sagt er. "Wir bekommen manchmal Hinweise, dass es stark nach Farbe riecht, aber bei EMV ist an dem Tag keine Farbe verarbeitet worden", so Meier.

Er verweist darauf, dass die Genehmigung für den Betrieb zu einer Zeit erfolgt sei, in der rund um das Gewerbegebiet noch Wiesen anstatt Häuser gewesen wären. "Heute würde man eine solche Anlage sicher nicht mehr an diesem Standort genehmigen - auch wenn sie, wovon ich bei EMV ausgehe, korrekt arbeitet", sagt Meier. Im September will seine Behörde die Untersuchungsergebnisse gegenüber der Gemeindevertretung präsentieren. "Wir werden das, was wir ermittelt haben, offenlegen. Auch schwarz auf weiß zum Nachlesen", so der Amtsleiter. Für den großen Abschlussbericht fehle noch eine Stellungnahme der Staatsanwaltschaft, in deren Auftrag ein Brandursachenermittler vor Ort war. Das Stalumm will zusätzlich zu den aktuellen Untersuchungen noch im Herbst bei EMV eine unangekündigte Verkehrszählung durchführen, um die Lärmbelastung zu messen.

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