Boxen : Im Firmen-Fight: Mechaniker gegen Kaufmann

Anlagenmechaniker Christian-Arne Schneider hat seinen Alltag umgestellt: Ein gelungener Boxkampf ist sein Ziel.
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Anlagenmechaniker Christian-Arne Schneider hat seinen Alltag umgestellt: Ein gelungener Boxkampf ist sein Ziel.

30 Männer steigen bei der Benefiz-Fight-Night am 21. Dezember in den Ring

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09. Dezember 2013, 23:00 Uhr

Vor sechs Wochen hat sich der Alltag von Christian-Arne Schneider grundlegend verändert. Seitdem arbeitet der Anlagenmechaniker hart auf ein Ziel hin: einen Boxkampf im Rampenlicht vor Hunderten von Zuschauern bei der Benefiz-Fight-Night. Der 28-Jährige vertritt die Firma Kopiertier im Ring. Boxen ist allerdings kein völliges Neuland für den 1,95 Meter großen Hünen. Von 2003 bis 2008 hat er Selbstverteidigung gemacht. Boxen war Bestandteil dessen. „Der Reiz, bei der Benefiz-Fight-Night mitzumachen, war auch, wieder zu boxen.“ Die ersten zwei Wochen war es eine Umstellung, der Körper wird stark gefordert – bisher hat „Arni“ schon neun Kilogramm verloren. Dienstags und freitags geht er zum Training der roten Ecke bei Andreas Thämlitz und Dirk Steffens – jeweils für anderthalb Stunden. Taktik und Technik kehrten schnell zurück. „Aber die Kondition ist noch mein Problem.“ Seine Freunde loben seinen Kampfgeist und Mut, und auch seine Kollegen stehen hinter ihm. Seine Schwester Fanny reist extra aus Berlin an, sie hat früher selbst geboxt und noch Tipps parat – ganz anders als seine Mutter. Ihr hat er mit seiner Entscheidung keinen Gefallen getan. Sie sorgt sich, will lieber vorab nicht allzu viel über den Kampf wissen – und wohl lieber auch nicht von seinem Gegner.

Daniel Baumberger und Christian-Arne Schneider verbindet immerhin gesunder Respekt voreinander – schon allein weil beide ihre unbestreitbaren Stärken in den Kampf mit einbringen. Als Fußballtrainer ist die Kondition für Daniel Baumberger, der für das Unternehmen Hanse Ladenbau in den Ring steigt, kein Problem. Und abgesehen davon: Er bereitet sich schon länger auf den Kampf vor. Schon letztes Jahr wollte er antreten, aber eine Verletzung machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Die soll jetzt aber aufgehen. Regelmäßig hat der Kaufmann im Fitness-Studio trainiert, jetzt drillen ihn die Trainer der blauen Ecke, Percy Michatz und Martin Sengbusch. Das stört ihn wenig, sondern spornt an. Das Training habe seine Erwartungen übertroffen. „Danach ist man total entspannt.“ Motiviert, überhaupt mitzumachen, hat ihn sein letzter Geburtstag. „Eine magische Zahl ist eingetreten: die 40. Da dachte ich mir, mach ich mal was Besonderes.“ Er sei ohnehin eine kleine Rampensau und der Benefizgedanke, das Boxen für Kinder, habe dann den Ausschlag gegeben. Seine Frau Antje, Tochter Gina (14) und Sohn Luca (11) halten ihm den Rücken frei. „Meine Frau kennt mich, sie ist schon abgehärtet.“ Der Kampf kann kommen. „Baumi“ freut sich drauf.

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