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Warnemünde : Illegale Graffiti sind ein Ausdruck der Stimmung im Ort

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Tunnel seit Sonntag beschmiert. Bahn will die Parolen entfernen

svz.de von
erstellt am 21.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Im Warnemünder Bahnhofstunnel hat sich Frust an den Wänden breit gemacht. „Es reicht“ lautet eine von vielen Protest-Aussagen, die dort seit Sonntag auf den Wänden prangen. Gesprühte Forderungen wie „Warnemünde erhalten“, „Wir sind nicht Sylt“ oder „Immobilienbonzen stoppen“ geben einen Hinweis auf die derzeitige Stimmungslage im Ostseebad. Nach den monströsen Wohnbauten im Gebiet Molenfeuer fürchten sich die Warnemünder vor dem Vorhaben auf der Mittelmole. Sie haben Angst, dass dort nur Kommerz regiert und ein sensibler Umgang mit dem neuen Gebiet und dem vorhandenen Ortskern auf der Strecke bleibt. Der unangekündigte Abriss der beiden Häuser auf der Mittelmole durch die Wiro hat vielen den Rest gegeben. Die Arbeiten dauern nach Aussage der Wiro bis Mitte November.


Polizei ermittelt gegen Unbekannt


„Unabhängig davon, wie wir den Platz in der nächsten Zeit nutzen werden, wird sich hier in Zukunft wahrscheinlich Verkehrsinfrastruktur befinden, die die Anbindung zum Bahnhof sicherstellt“, sagt Wiro-Sprecherin Dagmar Horning. Als Beispiele nennt sie Erschließungsstraße, Buswendeschleife, Taxistellplatz, Rad- oder Fußwege.

Zurück zum Tunnel: Die Bundespolizei hat am Sonntagabend mit ihren Ermittlungen begonnen. „Wir haben die Deutsche Bahn Station und Service in Rostock darüber informiert“, sagt Sprecher Stefan Perschall.

„Wenn es bei uns Beschmierungen gibt, versuchen wir, das schnellstmöglichst zu beseitigen“, sagt Bahnsprecher Burkhard Ahlert. „Wir wollen unsere Anlagen in Ordnung haben.“ Ob der gesamte Tunnel oder nur Teile gestrichen werden müssen, wird ein Lokaltermin ergeben.

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