zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 17:56 Uhr

Ihre Leidenschaft ist die Musik

vom

svz.de von
erstellt am 31.Aug.2012 | 10:10 Uhr

Rostock | Sophia Hübner ist auf den ersten Blick ein ganz normales Mädchen. Doch hinter der Fassade schlummert ein großes Talent. Die 18-Jährige kann singen - und zwar richtig gut. Ihre Stimme klingt wie eine Mischung aus Joss Stone und Etta James, zeichnet sich aus durch Soul und Jazz.

"Ich liebe es zu singen, auf der Bühne zu stehen und meine Gefühle durch die Musik auszudrücken", sagt Sophia. "Wenn ich singe, vergesse ich alles um mich rum. Die Musik ist mein Ausgleich zum Rest des Lebens", ergänzt sie. Doch das war nicht immer so. Erst vor vier Jahren entdeckte ein Lehrer der damals 14-Jährigen ihr Talent. "Ich habe mich nie wirklich getraut, zu singen. Ich hatte sogar Angst davor. Doch dann hat es klick gemacht und die Töne sprudelten einfach aus mir heraus", erzählt Sophia.

Nach Erfolg mit der Schulband will sie solo Karriere machen

Gemeinsam mit Klassenkameraden gründete sie die Band Lieschen Müller, mit der sie unter anderem beim Straßenfest KTV macht blau und bei der 16. Bundesbegegnung "Schulen musizieren" in Bremen auftrat. "Bremen war eine ganz neue Erfahrung. Wir schnitten nicht nur beim Contest sehr gut ab, sondern versuchten uns auch als Straßenmusiker", berichtet die 18-Jährige. Mitten auf der Straße fing sie einfach an zu singen und die Leute fanden es gut, sie blieben stehen, applaudierten und wollten sogar Fotos mit der Band machen. Der Auftritt hat Sophia zu mehr Selbstbewusstsein verholfen. Kurz nach ihrer Rückkehr aus Bremen färbte sie sich die Haare rot. Damit wollte sie ein Zeichen setzen: "Ich war nicht mehr dieses zurückhaltende schüchterne Mädchen."

Mittlerweile gibt es Lieschen Müller nicht mehr. "Wir haben dieses Jahr Abitur gemacht und gehen jetzt alle eigene Wege", sagt Sophia. "Ich werde im Oktober meine wunderschöne Heimatstadt Rostock verlassen und in Berlin Medienmusikmanagement studieren", fügt sie hinzu. Bis dahin möchte Phia, wie sie sich als Künstlerin nennt, fleißig weiter Songs aufnehmen und Musikvideos drehen. Dabei bekommt sie Hilfe von Filmemacher Ben Poetke. Der hatte die junge Frau auf der Suche nach Komparsen für das Stück "Lange Straße - Abbey Road" entdeckt. "Das Volkstheater und PopKW suchten in den Rostocker Schulen und auch im Innerstädtischen Gymnasium Leute, die als Beatles-Groupies agieren", erinnert sich Poetke. Phia hatte gerade mit ihrer Band einen Auftritt in der Aula. "Ich war sofort hin und weg von ihrer Stimme", schwärmt Poetke. Sophia bekam nicht nur den Job als Beatles-Groupie, sondern wurde auch für Poetkes Produktion "Drugs and Dogs" engagiert. "Sie singt den Final-Track im Film. Momentan bearbeiten wir gerade den Abspann neu, sodass auch dort Coversongs von Phia einfließen", so Poetke.

Dass Musik ihr Leben ist, beweist Phia immer wieder aufs Neue. Mit Energie, Herzblut und Leidenschaft lässt sie Töne in Melodien zerfließen, verpasst ihrem Publikum so eine Gänsehaut. "Ich mag Musiker mit Charakter. Aber auch solche, die die Musiklandschaft nachhaltig geprägt haben. Dazu gehören Johnny Cash oder Elvis Presley. Die beiden hätte ich gerne mal getroffen. Ihre Musik hatte noch etwas Handgemachtes und Ursprüngliches", so Phia. So wie ihre Vorbilder möchte die 18-Jährige auch einmal auf den ganz großen Bühnen stehen und Menschen mit ihrer Musik begeistern, sie zum Lachen und zum Weinen bringen. "Ich hoffe, dass ich irgendwann einen Plattenvertrag bekomme", sagt sie. "Momentan covere ich nur Songs, bald sollen auch eigene Lieder produziert werden. Wir planen , feste Musiker mit ins Boot zu holen und mit diesen längerfristig zusammenzuarbeiten." Zunächst wird Phia aber erst einmal wieder vor der Kamera stehen und ein neues Video aufnehmen. "Meine Website muss gefüttert werden. Wer uns bei den Drehs unterstützen möchte, kann sich darüber melden."Im Internet: www.phia-music.com

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen