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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 05:46 Uhr

Kult : Ihr Leben ist der Ponyhof

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostockerin Charlotte Berger (27) organisiert den Kreativmarkt, auf dem junge Künstler seit vier Jahren ihre Produkte präsentieren.

Maritime Motive auf Textilien gedruckt, liebevoll gefertigter Schmuck und sogar selbst gemachtes Eis gibt es an den Verkaufsständen des Kreativmarktes Ponyhof. Überall werden zwischen Käufern und Verkäufern freundschaftliche Pläuschchen gehalten – das Leben ist entgegen dem Sprichwort eindeutig doch ein Ponyhof. Auf dem Rostocker Designmarkt kommen junge Künstler zusammen, um ihre Produkte zu verkaufen. So hat am Sonnabend bereits der 18. Designmarkt im Jugend-Alternativ-Zentrum seine Pforten geöffnet.

Vor vier Jahren hatte sie angefangen, den Kunstmarkt in ihrer Freizeit zu organisieren, sagt Rostockerin Charlotte Berger. „Wir haben damals mit nur sieben Ständen angefangen und mittlerweile sind es, je nach Veranstaltungsort, bis zu 60 Aussteller“, so die 27-Jährige. Der Ort wechselt dabei stetig. Der Ponyhof war bereits im Zwischenbau, im Zirkus Fantasia zu Gast und im Pentahotel. Inzwischen hat Charlotte Berger die Organisation solcher Events zu ihrem Hauptberuf gemacht, erklärt sie stolz: „Es ist eine Herzensangelegenheit für mich und die richtige Entscheidung, mich voll und ganz dem Ponyhof zu widmen.“ Dafür hatte sie sogar ein Job-Angebot ausgeschlagen.

„Die Künstler können sich auf der Webseite bewerben, schicken mir ein paar Arbeitsproben und ich entscheide dann, ob sie zum Markt passen“, erklärt Berger das Prozedere, bevor so ein Ponyhof stattfindet. Die Künstler zahlen eine geringe Standgebühr und können dann ihre Produkte verkaufen, ergänzt sie.

So haben es auch die Rostocker David Selbmann und Vivian Kleemann gemacht, die bereits zum fünften Mal ihren „Kudderkram“ ausstellen. „Die maritimen Motive spiegeln unsere Liebe zur Heimat wider“, sagt Kleemann und freut sich darüber, vor Ort ein direktes Feedback ihrer Kunden zu bekommen, welches beim Online-Verkauf auf der Strecke bleibt.

Auch Katja Lübke aus Graal-Müritz und der Rostocker Robert Prommer alias „Kapitän Ka“ sind schon mehrfach auf dem Markt zu Gast gewesen. Neben Stoffbeuteln gibt es Tassen, Mützen und Shirts am Stand der beiden. Die Motive zeichen sie selbst, sagt Prommer.

Neben zahlreichen lokalen Künstlern sind auch Jungs aus Greifswald mit ihrem Label „Saneks“ angereist. Die Graffiti-Motive auf den Textil- und Siebdrucken von Frank Woller und Enrico Pense geben Hinweise auf die Liebe zur Wandgestaltung, wie Woller erklärt. Besonders wichtig ist ihnen, dass die Produkte aus fair gehandelten Textilien entstehen, sagt der ehemalige Graffiti-Sprayer Eckert.

Der nächste Ponyhof wird in der Kunsthalle stattfinden. Angekündigt und beworben wird die Veranstaltung auf der sozialen Plattform Facebook sowie über Plakate und Flyer in der Rostocker City.

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