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24. Oktober 2017 | 13:42 Uhr

IHK setzt sich für Umgehungen ein

vom

svz.de von
erstellt am 27.Sep.2013 | 09:40 Uhr

Landkreis Rostock | Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Rostock setzt sich für Umgehungen der Bundesstraße 105 im Umland der Hansestadt ein. Auf der Vollversammlung wurde jetzt darüber diskutiert, welche verkehrlichen Maßnahmen aus Sicht der Wirtschaft dringend in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden müssten und daraus eine Prioritätenliste erstellt.

Auf Platz eins stehen die Autobahn 14 zwischen Magdeburg und Schwerin als Hinterlandanbindung der Häfen sowie die Bundesstraße B 96 als entscheidende Anbindung für die Tourismusregion Rügen. "Diese beiden Maßnahmen wurden von allen Kammern in MV als die wichtigsten angesehen", sagt IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen. Direkt danach folgt die Umgehung Rövershagen-Mönchhagen, die zwar von den betroffenen Gemeinden abgelehnt, aber von den Wirtschaftsvertretern als überaus wichtig erachtet wird. Es ginge jetzt um die langfristige Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur bis ins Jahr 2030. Dabei sei die Lösung der Verkehrsprobleme im Speckgürtel der Hansestadt dringend notwendig. Gerade in den Sommermonaten ist die Bundesstraße 105 im Bereich Rövershagen-Mönchhagen als Zubringer zum Fischland-Darß ständig verstopft. "Und Stau ist nun mal ein Zeichen dafür, dass eine Straße überlastet ist und nicht funktioniert", so Madsen. Diese Entwicklung könnte besonders für die Region Fischland-Darß, die vom Tourismus lebt, gefährlich werden. "Keiner will die letzten Stunden seines Urlaubs im Auto verbringen und dabei nur schrittweise vorankommen", so der IHK-Präsident. Tourismus sei eben auch ein wichtiger Wirtschaftszweig und deshalb müsse darauf geachtet werden, dass die Urlauber, die heute da sind, mit einem guten Gefühl heimfahren und gerne wiederkommen. Auch für die Einheimischen wäre ein besserer Verkehrsfluss positiv, meint Madsen. Das könne dazu führen, dass diejenigen, die aufgrund des Verkehrs heute seltener ins Umland fahren, diese Scheu bei besseren infrastrukturellen Bedingungen auch ablegen.

Deshalb empfiehlt die IHK dem Verkehrsministerium Schwerin, die sechs ausgewählten Maßnahmen für die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan vorzuschlagen. Dazu zählen noch die Ortsumgehung Bergen als wichtige Alternativroute für den Fährhafen Sassnitz und die Eckverbindung A14/A20, welche die Verbindung Rostock-Schwerin verkürzen und das Autobahnkreuz Wismar deutlich entlasten könnte. Auch die geplante Umgehung der B 105 zwischen Sievershagen und Bargeshagen wird von den Wirtschaftsvertretern begrüßt - wenn auch nicht so priorisiert wie die Rövershäger Variante.

"Ich kann auch die Belange der Gegner verstehen, aber wir versuchen, das weitestgehend neutral und aus gesamtwirtschaftlicher Sicht zu betrachten", so Madsen. Die Gemeinden im Umland würden ja auch von Ansiedlungen leben, die sie auch gewollt hätten. "Da muss man dann aber auch damit rechnen, dass die Kunden dort hinkommen möchten - und das wollen sie im fließenden Verkehr", sagt er. Deshalb sei ein Aspekt der Diskussion gewesen, die "Flaschenhals"-Verbindungen zwischen Rostock und den Speckgürtel-Gemeinden aufzulösen. Und wenn das durch eine Erweiterung der Straße nicht möglich sei, müsse eben auch über Umgehungen nachgedacht werden.

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