IHK-Fusion spart eine Million Euro

„Die Berater prognostizieren ein Einsparpotenzial von  einer Million Euro.“ Wolfgang Hering, Präsident IHK zu Rostock
„Die Berater prognostizieren ein Einsparpotenzial von einer Million Euro.“ Wolfgang Hering, Präsident IHK zu Rostock

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08. Juni 2012, 09:16 Uhr

Rostock/Stralsund | Eine Fusion der beiden Industrie- und Handelskammern (IHK) zu Rostock und Schwerin wird immer wahrscheinlicher. Die im Frühjahr beauftragte externe Firma, die mögliche Einsparungen bei einer Zusammenlegung der beiden Kammern prüfen sollte, hat ihre Ergebnisse vorgelegt. Der Präsident der IHK zu Rostock, Wolfgang Hering, verkündete auf dem gestrigen Jahresempfang in Stralsund vor 500 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft: "Die Berater prognostizieren ein Einsparpotenzial von bis zu einer Million Euro pro Jahr, das sich vollständig im zehnten Jahr nach der Fusion einstellen wird."

Damit spreche aus seiner Sicht alles für eine Fusion auf Augenhöhe. Betriebsbedingte Kündigungen schließt er aus. Stattdessen müsse es Umstrukturierungen geben, um Prozessabläufe zu beschleunigen. Sollte dabei ein Personal-Überhang entstehen, müsse dieser über die Altersfluktuation abgebaut werden. Seit 2009 gibt es Überlegungen zu einer engeren Zusammenarbeit oder gar einer Fusion der beiden Kammern. "Unsere Aufgaben sind immer umfangreicher und komplexer geworden", so Hering. Spezialisierungen seien nötig, aber diese könnten kleine Kammern nicht leisten. Gemeinsam könnten die beiden Standorte ihre Effizienz steigern und Kosten senken.

Bereits im März deutete Hering an, dass in zwei bis drei Jahren eine Fusion vollzogen sein könnte. Doch bis dahin sind noch viele Fragen offen - vor allem das Wie. Nachdem die erste Organisationsanalyse abgeschlossen wurde und Vorschläge für die Art und Weise der Fusion eingereicht wurden, sollen weitere Schritte in den jeweiligen Vollversammlungen beraten werden.

Hering machte gestern deutlich, dass die Kammern eine Einmischung bei der Fusion seitens der Politik nicht wünschen. "Entweder wir schaffen das allein oder nicht", so der Rostocker IHK-Präsident. Zudem lehnen es die beiden Standorte ab, ihre Bezirksgrenzen zu verschieben.

Der dritte IHK-Standort in Mecklenburg-Vorpommern liegt in Neubrandenburg. Mit diesem wollen Rostock und Schwerin künftig noch enger zusammenarbeiten. Langfristig, glaubt Hering, wird es im Land aufgrund des demografischen Wandels nur noch eine Kammer geben.

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