Rostock : IGA-Chef will anbauen

Durch neue Angebote will Ralf Hots-Thomas künftig mehr als die 140 000 Park-Besucher dieser Saison anlocken.
Durch neue Angebote will Ralf Hots-Thomas künftig mehr als die 140 000 Park-Besucher dieser Saison anlocken.

Neuer Geschäftsführer Ralf Hots-Thomas setzt sich für ein Museumsgebäude und eine Wasserskianlage ein

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13. November 2015, 12:00 Uhr

Der neue Geschäftsführer der IGA-Gesellschaft, Ralf Hots-Thomas, will zwei Pilotprojekte vorantreiben: Das maritime Museum und die Wasserskianlage. „Mit dem IGA-Entwicklungskonzept, das jetzt in die Umsetzung kommen soll, haben wir eine gute Basis“, sagt der 53-Jährige, der in der vergangenen Woche seinen Dienst angetreten hat. Dringendste Aufgabe sei nun, die Finanzierung für den landseitigen Museumsbau neben dem Traditionsschiff zu klären. Bis Ende April soll der Bürgerschaft der fertige Plan vorgelegt werden.

Eine Arbeitsgruppe aus Verwaltung und städtischen Unternehmen hatte die Kosten für das gesamte Konzept im Februar auf 28,3 Millionen Euro beziffert. Hots-Thomas will nun eng mit den beiden aktuellen Arbeitsgruppen Park und Kultur der Bürgerschaft zusammenarbeiten. Ihm schweben noch mehr Veränderungen vor, um die Attraktivität des IGA-Geländes zu erhöhen. So könnten beispielsweise Spielplatz und Gastronomie zusammengelegt werden, um die Aufenthaltsqualität für Familien zu steigern. Auch der Ausbau der Skateranlage sei denkbar.

„Wir sind ein Familienpark“, sagt der neue Geschäftsführer. Andere Zielgruppen wie die Senioren seien allerdings ebenso wichtig. Außerdem gebe es Entwicklungspotenzial bei den Themen Gesundheit und Sport. „Rostock ist eine Läuferstadt“, sagt Hots-Thomas. Durch Sportveranstaltungen will er das Park-Image aufpolieren und die Bekanntheit steigern. „Auch in der Vermarktung ist es möglich, sich besser aufzustellen“, sagt Hots-Thomas. Er strebt beispielsweise Partnerschaften mit Hotels und Busreiseunternehmen an. Das touristische Potenzial solle voll ausgeschöpft werden. Großveranstaltungen wie das „Rostock rockt“-Festival, die Pyro-Games oder das Unheilig-Konzert im Juli bleiben aber ebenfalls fester Bestandteil seiner Überlegungen.

Nach Ansicht von IGA-Aufsichtsratschefin Karina Jens (CDU) ist Hots-Thomas der richtige Mann für den Job: „Er verfügt über eine Vielzahl beruflicher Erfahrungen im Marketing- und Tourismusbereich, kennt Region und Personen.“ Auch Tourismusdirektor Matthias Fromm setzt große Hoffnungen in ihn. „In der Vergangenheit ist eine Menge versäumt worden“, sagt er. In der Tourismuskonzeption 2022 sei der Park als touristisches Zentrum definiert. Und dass er Potenzial habe, zeige der Ansturm auf die Murmiland- und Da-Vinci-Ausstellung im Schifffahrtsmuseum.

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