Ein Puhdy Im Interview : „Ich spiele gern unter dem Turm“

Am Neujahrstag2018 ist Dieter Hertrampf alias „Quaster“ von den Puhdys der Stargast beim Warnemünder Turmleuchten.
Am Neujahrstag2018 ist Dieter Hertrampf alias „Quaster“ von den Puhdys der Stargast beim Warnemünder Turmleuchten.

Dieter „Quaster“ Hertrampf ist Neujahr der Stargast beim Warnemünder Spektakel und singt den Hit „Alt wie ein Baum“. #wirkoennenrichtig

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27. Dezember 2017, 08:00 Uhr

Das Motto des diesjährigen Warnemünder Turmleuchtens heißt „Ewig“. NNN-Redakteurin Maria Pistor sprach im Vorfeld des größten Neujahrsevents Europas mit Stargast Dieter Hertrampf alias „Quaster“ von den Puhdys.

Was verbinden Sie mit dem Wort „ewig“? Was ist für Sie selbst ewig?
Quaster: Das Universum. Wir sind mit unserer Welt, unserem Leben und allem, was die Erde ausmacht nur einen Wimpernschlag in der Ewigkeit unterwegs. Um es mit einem Titel von uns auszudrücken: „Alles hat seine Zeit“.

Haben Sie das Warnemünder Turmleuchten schon aus der Ferne verfolgt und haben Sie sich über die Anfrage gefreut?
Der Turm hat auch bei uns des Öfteren schon durch Erzählungen Mitwirkender und Freunde, die als Gäste dabei waren, geleuchtet. Ich habe mich sehr gefreut über die Einladung, am Neujahrstag dabei zu sein, um hautnah den im wahrsten Sinne des Wortes „Leucht“-Turm zu bestaunen.

Sie haben Ewigkeiten mit den Puhdys musiziert. Was zählt für Sie zu den schönsten Erinnerungen? Geht man sich da außerhalb der Konzerte aus dem Weg? Fährt dann jeder allein? Gibt es Rezepte?
Die ganze Zeit ist eine schöne Erinnerung. Und die weniger schönen Dinge vergisst man ganz schnell. Wir fuhren jeder mit dem eigenen Auto zur Mugge, in der Freizeit waren wir mit Frau, Kind, Haus und Kegel komplett ausgelastet. Ach ja, die Bürotätigkeiten! Sehr, sehr, unangenehme Tätigkeit.

Welches Lied der Puhdys haben Sie am häufigsten gespielt? Welches ist ihr Lieblingslied?
Das wird wohl „Alt wie ein Baum“ gewesen sein und es sieht so aus, als ob sich daran auch nichts mehr ändern wird. Lieblingslieder gibt es viele, je nach Stimmung.
Es heißt, dass Sie Ihren Spitznamen „Quaster“ bekommen haben, weil Sie Schwierigkeiten hatten beim Einspielen des Shadows-Songs „Quartermaster’s Store“.

Haben Sie da immer Quaster gesungen? Gefiel ihnen der Name so, dass Sie gedacht haben, der passt als Spitzname gut zu mir?
Ich hatte mit dem Spielen des Songs keine Schwierigkeiten. Ich wollte ihn, weil er mir so gut gefiel, mindestens drei- bis viermal am Abend spielen. Das ging den beteiligten Musikanten auf den Senkel und war der Grund für die Namensgebung. Also hat mir Peter Meyer 1966 aus der Zeit der Ur-Puhdys den Namen „Quartermaster“ verabreicht. Der Name erwies sich als zu lang und es blieb „Quaster“ übrig. Der Titel ist kein Gesangstitel, es gibt keinen Text dazu, er stammt aus den frühen 60er-Jahren und ist von den Shadow’s.

Welche Musik hören Sie sonst selbst gern?
Ich bin an allen musikalischen Formen interessiert und finde überall ein musikalisches Werk, das mir gefällt. Sie haben ja auch mit dem an Krebs verstorbenen Carsten Mohren von Rockhaus einen Adoptivsohn gehabt, der sehr tapfer seinem Ende entgegengegangen ist.

Mit ihm werden Sie sicher auch ewig im Herzen verbunden bleiben. Haben Sie dafür ein Ritual?
Ich bin stolz darauf, das einzige Konzert, in dem er noch mitspielen konnte, für die Ewigkeit festgehalten zu haben. Seine Arrangements, seine Art zu musizieren, fehlen. Die DVD und Doppel-CD „Quaster – live im Tivoli“ sollen sein Vermächtnis sein.

Was ist Ihr eigener Jungbrunnen, Ihr Alter (72) sieht man Ihnen nicht an…
Immer eine Aufgabe, so viel Bewegung wie möglich, viele Freunde, möglichst viel lachen, Musik und eine funktionierende Familie.

Liegt Ihnen ein Wunsch am Herzen?
Allen einen guten Rutsch zu wünschen, möge das Jahr 2018 friedlicher werden.

 

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