Interview Steffen Henssler : „Ich mag schnelle, kontrastreiche Gerichte“

TV-Koch Steffen Henssler kommt mit seiner Live-Show in die Stadthalle.
TV-Koch Steffen Henssler kommt mit seiner Live-Show in die Stadthalle.

Rezepte und Erlebnisse aus aller Welt: TV-Koch Steffen Henssler kommt auf seiner Tour in Rostock vorbei

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03. November 2015, 12:00 Uhr

Kochen ist seine Leidenschaft, Humor seine Stärke. Die TV-Show „Grill den Henssler“ wurde jetzt für den Bambi nominiert – als Beste Unterhaltungsshow. Live ist der Koch am Sonntag mit dem Programm „Hamburg, New York, Tokio – meine kulinarische Weltreise“ in der Stadthalle zu erleben. Im Gespräch mit NNN-Autorin Katrin Zimmer verriet er, welche Küche ihn am meisten beeinflusst hat und was die Zuschauer bei der Show erwartet.

Herr Henssler, dieses Mal steht auch ein Stopp in Rostock auf dem Tour-Programm. Waren Sie schon mal in der Hansestadt?
Henssler: Klar, ich war als Restauranttester da. Ich kenne Rostock also schon ein bisschen.

Was verbinden Sie mit der Stadt und den Bewohnern?
Es war ein schöner Aufenthalt. Besonders überrascht war ich vom Hafen, der war echt cool, sehr schön anzusehen. Als ich da war, dachte ich: „Geile Stadt.“ Und ich habe auch sehr gute Erinnerungen an die Menschen, die ich dort kennengelernt habe.

Apropos Menschen: Kann man anhand des Publikums Unterschiede feststellen? Sind die Norddeutschen wirklich so zurückhaltend?
Dachte ich früher auch, aber es ist ganz unterschiedlich. Der Norden muss nicht unlustig sein. Ich habe in Bremen schon sensationelle Abende gehabt. Saulustig war es auch in Hannover – dafür kann es in anderen Städten manchmal auch schwierig sein. Bin gespannt, wie es in Rostock wird.

Was mögen Sie lieber: Aufzeichnungen fürs Fernsehen oder Live-Shows?
Also, neben meinem Dasein als Koch habe ich mich inzwischen natürlich stark der TV-Unterhaltung verschrieben. Aber sagen wir mal so, die Live-Bühne ist natürlich die Champions League der Unterhaltung. Klar macht „Grill den Henssler“ sehr viel Spaß, aber es ist natürlich einfacher. Ich muss einfach „nur“ kochen und ein bisschen Quatsch machen. Auf der Bühne steh’ ich ganz allein und muss die Leute zwei, drei Stunden bei Laune halten. Das ist natürlich eine Herausforderung, aber auch ein sehr geiles Gefühl.

In Ihrer Show merkt man schnell, dass Sie nicht auf den Mund gefallen sind. Sind Sie privat auch so?
Ich? Ja! Ich glaube, das erkennen die Leute auch. Sie merken, wenn jemand authentisch ist und sagt, was er denkt. Das finden sie gut. Es gibt aber auch viele, die mich als Großmaul, arrogant oder selbstverliebt bezeichnen – also wenig Grauzonen. Letztlich hab ich aber einfach keine Lust, mich zu verstellen.

Hamburg, New York, Tokio. Welche Küche hat Sie am meisten beeinflusst?
Die amerikanische. Also genauer gesagt, die asiatischen Einflüsse der Einwanderer an den Küsten Amerikas.

Welche Elemente sind typisch für Ihre Küche?
Dass sie sehr schnell ist. Und kontrastreich. Während der Show mache ich zum Beispiel ein Surf & Turf – also Fisch und Fleisch. Oder einen Burger mit Rumpsteak, Teriyaki-Soße und Garnelen. Ich mag das Spiel mit den Gegensätzen: Weich und knusprig, kalt und heiß, scharf-sauer-süß. Es muss etwas passieren auf dem Gaumen.

Was erwartet die Besucher bei der Show?
Pure Unterhaltung – mit ganz vielen Facetten. Ich koche ja nicht nur, ich erzähle Geschichten, die mir auf meinen Reisen passiert sind. Ich stelle zum Beispiel die Top Ten der meist geklauten Dinge in einem Restaurant vor. Es kommen Leute auf die Bühne, die mit mir kochen – das ist immer sehr, sehr lustig. Es ist eine richtige Unterhaltungsshow. Die Leute sollen sagen: „Ich hab einen geilen Abend verbracht. Das waren echt lustige zweieinhalb Stunden mit dem Henssler.“

Karten gibt es in der NNN-Geschäftsstelle, Bergstraße 10, Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9 bis 17 Uhr, Tickethotline: 0381/491 16 87 77 und auf www.nnn.de/tickets

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