Turmleuchten Warnemünde : „Ich lasse die 2018 aufleuchten“

Ziehen an einem Strang: Leuchtturmvorsitzender Klaus Möller (2.v.l.), Regisseur Torsten Sitte (2 v.r.) und Hanse-Event-Geschäftsführerin Martina Hildebrandt sowie immer dabei: Paul II.
Ziehen an einem Strang: Leuchtturmvorsitzender Klaus Möller (2.v.l.), Regisseur Torsten Sitte (2 v.r.) und Hanse-Event-Geschäftsführerin Martina Hildebrandt sowie immer dabei: Paul II.

Torsten Sitte ist Regisseur des Warnemünder Turmleuchtens. Er verrät, wo er nach der Show ist und was sein Albtraum wäre.

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15. Dezember 2017, 08:00 Uhr

Der Countdown für das Warnemünder Turmleuchten (WTL) am Neujahrstag läuft. NNN-Redakteurin Maria Pistor sprach mit Regisseur Torsten Sitte von Hanse-Event über die Vorbereitungen dazu.

Wie geht es Ihnen jetzt? Haben Sie Lampenfieber?

Torsten Sitte: Ich bin nicht aufgeregt, es läuft alles wie geplant, die Gewerke haben Zuarbeit und Regiepläne erhalten. Derzeit erfolgt das Feintuning für das Vorprogramm. Die LED–Info-Wände werden bestückt. Ich arbeite jahrelang mit meiner Crew und allen anderen Partnern zusammen. Das stimmt mich optimistisch, es hat sich alles eingespielt. Von der Seite aus kann uns nichts passieren, nur das Wetter kann uns stoppen.

Für Besucher wirkt es einfach. Sie kommen, erfreuen sich und gehen. Sie dagegen tragen die Verantwortung. Was müssen Sie bedenken?

Es gibt vieles zu bedenken. Die Veranstaltung ist aufgebaut wie ein Tannenbaum, wir sind oben die Spitze und dann fächert sich der Baum nach unten in die Breite und verteilt sich damit auf viele Schultern. Es hat sich eingespielt mit den Jahren. Ich selber habe nach dem Erstellen des Konzeptes und der Vorbereitung mit den ganz praktischen Dingen der Show nur wenig zu tun. Da kann ich mich voll und ganz auf die Crew und Partner verlassen.

Stets bei Ihnen ist Ihr Hund Paul II, Nachfolger seines verstorbenen Vorgängers Paul I. Wie kommt er mit dem Spektakel klar?

Paul genießt die Vorbereitungszeit. Er ist stets dabei, er ist anerkanntes Mitglied im Team mit der Nummer WTL 0101 auf dem Halsband. Verglichen mit Events in anderen Städten findet Paul den Warnemünder Strand viel spannender. Am Tag selbst ist er am anderen Ende der Erdscheibe auf unserem Dorf. Da haben wir definitiv keine Zeit, uns um ihn zu kümmern. Und auf unserem Dorf bei Freunden ist Paul sehr gut untergebracht.

Wenn die Show vorbei ist: Was raten Sie: Noch ein wenig bleiben oder sich sofort auf den Weg zur S-Bahn und Bussen zu begeben?

Egal wie und wann, auf jeden Fall ruhig und gediegen der Wegeführung folgen und alles, was eng ist, meiden. Mit dem Molenfeuer haben wir auch ein Parkhaus dazu bekommen. Ich rate vor allem zur rechtzeitigen Anreise.

Wo sind Sie während der Show? Was tun Sie danach?

Ich stehe in der Nähe meiner Kollegen. Und laut Plan ist es meine Aufgabe, an der entsprechenden Stelle den Stecker in die Dose zu stecken, damit die Jahreszahl 2018 aufleuchtet. Danach gehe ich zu den Leuchtturmmännern, hole mir das eine oder andere Lob oder auch Kritik ab. Dann gehe ich wieder zurück, um zu sehen, ob alles gut läuft mit dem Abmarsch.

Was ist ein Albtraum?

Dass das Wetter nicht mitspielt oder die Jahreszahl nicht aufleuchtet.

Wie begehen Sie Silvester?

Wir organisieren das Höhenfeuerwerk am Warnemünder Strand zum Jahreswechsel, wir haben seit 19 Jahren selber nicht mehr Silvester gefeiert. Ich bin ohnehin nicht so der Typ für diesen Tag. Ich verteile meine guten Wünsche an Menschen eher über das ganze Jahr und nicht geballt, weil es zum Tag gehört.

Wann denken Sie über das nächste Motto nach?

Ich bin jetzt schon dabei. Grundsätzlich lasse ich die aktuelle Show auf mich einwirken, dann prasseln die Themen im Laufe der nächsten Zeit gedanklich ein. Was Kollegen, Freunden oder in der Welt passiert, das fließt bei diesem Entscheidungsprozess mit ein. Und im Laufe der Zeit entsteht daraus dann das neue Jahresmotto.

Wie ist es mit Fotos dazu?

Das Warnemünder Turmleuchten hat eine Facebook-Seite, auf der viele schreiben und Fotos schicken. Es gibt ein Video mit 90 000 Zugriffen. Das ist schon beachtlich.

 

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