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Hurrikan Sandy: "Aidaluna"-Gäste sind auch betroffen

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erstellt am 29.Okt.2012 | 07:10 Uhr

New York/ Rostock | Supermärkten geht das Wasser aus, Wohnviertel wurden evakuiert, viele öffentliche Verkehrsmittel liegen still: In New York ist der Notstand ausgerufen worden. Denn Ausläufer des tropischen Wirbelsturms Sandy näherten sich dem Big Apple und umliegenden Staaten. In der Nacht zu heute sollten sie dort eintreffen. Und mitten drin 80 Passagiere der "Aidaluna".

"Unser Lenchen hängt im absoluten Chaos fest", sagt die Rostockerin Anna Sophia. Ihre Freundin war auf einer 14-tägigen Kreuzfahrttour von New York über Baltimore, Miami, Hammilton und zurück nach New York. Doch als sie von Bord ging, kam sie mitten ins Chaos, in die Panik vor einem Wirbelsturm. Ihr Flug wurde wie 700 andere in den ganzen USA am Sonntag gestrichen. Statt Sonntagabend also gut erholt abreisen zu können, steckt sie jetzt fest.

Die Aida reagierte, brachte sie mit rund 80 anderen Passagieren, deren Flüge ebenfalls storniert wurden, in einem Hotel in Flughafennähe unter. Ein Aida-Care-Team betreut sie, bis die Fluggesellschaften die Linien wieder freigeben. An Bord des Kreuzfahrliners waren rund 2000 Passagiere aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bis auf die 80 Gestrandeten konnten sie alle abreisen, bekamen ihre Flüge oder nahmen ein Angebot der Aida an: Sie blieben an Bord und fahren gerade mit dem Schiff nach Miami. Morgen Abend kommen sie an und wollen von dort aus in ihre Heimat fliegen.

Mit an Bord sind auch schon Passagiere der nächsten Kreuzfahrtour von New York in die Domenikanische Republik. Sie waren am Sonntag an Bord gegangen. Die "Aidaluna" legte umgehend um 18 Uhr ab - aus Sicherheitsgründen. Der Hafen in New York war bis auf Weiteres geschlossen worden, denn die Wetterprognosen sagen neben Starkwind und massiven Regenfällen auch eine Sturmflut vorher. Die Passagiere der aktuellen Reise, die es nicht nach New York geschafft haben, können nun in Miami zusteigen. Dafür hat Aida bereits ganze Vollcharter-Flüge und Flugplätze eingekauft. Die Reise geht fern ab der Wetterkatastrophe weiter. Nur der Hafen Baltimore muss aufgrund der Auswirkungen von Hurrikan Sandy als Anlaufziel ausfallen. Er wird ebenfalls geschlossen. Airlines in den USA haben allein gestern 2500 Flüge gestrichen. Auf seinem Weg durch die Karibik kostete Sandy 66 Menschen das Leben.

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