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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 11:38 Uhr

Hundebesitzer in Angst vor Giftködern

vom

svz.de von
erstellt am 16.Apr.2012 | 07:39 Uhr

Rostock | Rostocks Hundebesitzer sind in Sorge: In den Parks der Stadt sollen Giftköder ausgelegt worden sein. Ein Hund soll deshalb schon gestorben sein. "Leute, die so etwas machen, müssen Hunde einfach hassen", sagt Danny Behrens. Der 22-Jährige passt nun besonders auf, wenn er mit seiner acht Monate alten Hündin Diva durch den Lindenpark spaziert. Doch nicht nur hier soll das Gift zu finden sein: Auch der Barnstorfer Wald und Grünflächen in Schmarl sollen von Tierfeinden mit giftigen Ködern ausgestattet worden sein. Tierbesitzer in der Hansestadt warnen sich gegenseitig vor möglichen Giftködern, wenn sie sich beim Gassigehen treffen. Auch über das Internet geben sie Hinweise auf Gefahrenstellen weiter. "Ich passe genau auf. Mein Hund frisst im Park überhaupt nichts", sagt Claudia Sommerfeld.

Ausgangspunkt der Vermutungen ist der Tod eines Rottweilers am Wochenende. Nachdem ihr Liebling für sie aus unerklärlichen Gründen starb, vermuteten die Besitzer eine Vergiftung und warnten andere Hundebesitzer. Der Leiter der Rostocker Tierklinik, Dr. Jens-Christian Rudnick, schließt in dem konkreten Fall eine Vergiftung nicht aus, hält sie aber für sehr unwahrscheinlich. "Die Ärzte, die das Tier aufgenommen haben, gehen eher von einer anderen Grunderkrankung aus", sagt er. Ein plötzlicher Herztod des Rottweilers sei wahrscheinlicher. Ob beim Ableben des Hundes Gift eine Rolle gespielt hat, könne ganz sicher nur durch eine Obduktion festgestellt werden, so Rudnick.

Der Vorsitzende des Rostocker Tierschutzvereins, Dietmar Bonny, ist dennoch beunruhigt. Sollte sich der Verdacht, dass den öffentlichen Parks absichtlich Gift ausgelegt wurde, erhärten, will er Anzeige erstatten. "Denn so etwas muss in jedem Fall gekennzeichnet werden", sagt er. Auch wenn der Tierschützer Bonny vom aktuellen Verdacht noch nichts gehört hat, kann er sich an frühere Fälle von absichtlichen Tiervergiftungen erinnern: "Vor einigen Jahren sind in Rostock Katzen mit Rattengift getötet worden", sagt er. Meist sei das allerdings in privaten Gärten oder Kleingärten passiert.

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