Warnemünde : Hüttengaudi am Strand

Zu dem maritimen Ensemble aus Leuchtturm und Teepott kommt mit der Alm noch ein Hauch Hüttengaudi dazu. In Kürze eröffnet die Alm am Warnemünder Strandaufgang 1.
Zu dem maritimen Ensemble aus Leuchtturm und Teepott kommt mit der Alm noch ein Hauch Hüttengaudi dazu. In Kürze eröffnet die Alm am Warnemünder Strandaufgang 1.

Ämter erteilen Erlaubnis für Pilotprojekt. Beirat fordert künftig Gleichbehandlungsgrundsatz für Vorhaben dieser Art.

svz.de von
23. November 2014, 12:00 Uhr

Schunkeln in einer Almhütte neben dem Teepott – das ist eine Neuheit in dieser Saison. Das A-Ja-Resort hat für seine Gäste, die Warnemünder und andere Urlauber das Angebot als Attraktion für die Nachsaion geplant. Gestern ist aus der Theorie nun Praxis geworden. Am Haken eines Kranes hingen die Bauteile für die Almhütte. Ganz unumstritten war dieses Vorhaben nicht. Ursprünglich sollte diese optische Alm auf der Promenade in der Nähe des A-Ja-Resorts entstehen. Das lehnten die Warnemünder und ihr Ortsbeirat aber ab.

„Nach langem Prüfprozess und meiner Moderation wurde nahe des Teepotts ein Standort gefunden, der aus Bau-, Küsten- und Naturschutzgründen genehmigungsfähig ist und die Genehmigungen sind erteilt“, sagt Bausenator Holger Matthäus (Grüne). „Das Ganze muss als Pilotprojekt bezeichnet werden.“

In den nächsten zwei Wochen will er eine Arbeitsgruppe Strand zusammenrufen, die sich mit weiteren Möglichkeiten befasst und das jetzt genehmigte Projekt der Almhütte begleitet und auswertet. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit allen Partnern vereinbart. Der neue Vorstoß soll die Nachsaison aufwerten. „Das ist als eines der zentralen Themen in der Tourismuskonzeption 2022 festgeschrieben“, sagt Tourismusdirektor Matthias Fromm. Seiner Ansicht nach integriert sich das Konzept der Alm gut in diesen Maßnahmekatalog und setzt neue Akzente in Warnemünde.

Auch Jörg Bludau, Mitveranstalter des Wintervergnügens, befürwortet das Hüttengaudi: „Das bereichert das Umfeld und die Angebote für die Urlauber“, sagt er und ist überzeugt, dass sich die Winterveranstaltung und das neue Angebot ergänzen. „Das A-Ja-Resort als Initiator der Almhütte will als Ganzjahres-Resort mit einem Seebad mit der Hüttengaudi ein weiteres Zeichen für Winterferien an der See setzen“, sagt Geschäftsführer Holger Hutmacher. Bis Ende Februar können Spaziergänger täglich bis 12 Uhr in der Alm – direkt am Aufgang 1 – zu Jagertee, Glühwein und deftiger Küche einkehren. Ab 19 Uhr gibt es bei Hüttenabenden Stadl-Atmosphäre und Schunkelmusik. Die Eröffnung der Alm ist am Freitag, 28. November, ab 12 Uhr.

„Da das Vorhaben als Pilotprojekt deklariert ist, haben wir als Ortsbeirat jetzt zugestimmt“, sagt Beiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU). Für ihn ist es wichtig, dass bei künftigen Vorhaben zur Belebung der Nachsaison der Gleichbehandlungsgrundsatz gilt und die Genehmigungspraxis ähnlich unbürokratisch gehändelt wird wie jetzt.

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