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24. November 2017 | 10:36 Uhr

Holzhalbinsel bekommt neuen B-Plan

vom

svz.de von
erstellt am 17.Aug.2012 | 09:29 Uhr

Stadtmitte | Neuer Plan für die Holzhalbinsel: Statt einem Mischgebiet mit Hotel, Gewerbe und Wohnungen soll die Nordseite nun ein reines Wohngebiet werden. Das sieht ein geänderter Bebauungsplan vor, den Stadtplaner Ralph Maronde am Mittwoch im Ortsbeirat Stadtmitte vorstellte. In unmittelbarer Wassernähe sind demnach vier Wiro-Mietshäuser vorgesehen: drei Würfel und ein markantes, einzeln stehendes Gebäude. Letzteres steht an der Nordwestecke und soll über neun gestaffelte Geschosse verfügen - "als Signal, dass der Stadthafen hier endet", sagt Christian Jentzsch von der Wiro.

Zugleich solle das 33-Meter-Hochhaus an den geplanten Aida-Neubau und die Silos auf der gegenüberliegenden Seite anknüpfen. Wie genau seine Gestaltung am Ende ausfällt, soll ein Hochbau-Architekturwettbewerb aufzeigen, den die Wiro derzeit vorbereitet. "Die Rostocker können sicher sein, dass es keine Bausünde wird", sagt Jentzsch. An dem Wettbewerb sollen sich mindestens zwölf Architekten beteiligen, die besten drei Entwürfe werden weiter verfolgt. "Wir gehen davon aus, dass der Wettbewerb ein halbes Jahr dauern wird", so Jentzsch.

Voraussetzung sei allerdings, dass der Wiro-Aufsichtsrat dem ganzen Projekt seine Zustimmung erteilt. "Er bewertet nächste Woche die Wirtschaftlichkeit", sagt Jentzsch. Gerade der schwierige Baugrund treibe die Kosten in die Höhe, da mit Pfahlgründungen gearbeitet werden müsse. "Das ist natürlich ein komplizierter Standort", sagt Stadtplaner Maronde. Dafür sei die Lage aber auch einzigartig. "Aus unserer Sicht gewinnt das Gebiet jetzt noch an Attraktivität", so Maronde.

Früheren Angaben zufolge rechnet die Wiro mit rund 25 Millionen Euro Investitionskosten. Derzeit plant das kommunale Wohnungsunternehmen mit 170 Wohnungen. Größter Komplex innerhalb des Projektes ist ein u-förmig gereihtes Ensemble mit aufgesetztem Staffelgeschoss, das sich zum Norden hin öffnet. Es soll einen mehrere Meter breiten Durchgang Richtung Wasser und grünem Innenhof bekommen und über eine Tiefgarage verfügen. "Der Innenbereich soll erlebbar bleiben - es wird keine abgeschottete Gegend hochwertigen Wohnungsbaus", sagt Jentzsch.

Das sei einer der Wünsche des Amts für Stadtplanung gewesen. Das sieht auf der Seite der Hafenpromenade zudem eine gewerbliche Unterlagerung vor, beispielsweise durch Gastronomie. "Im Erdgeschossbereich sind Mietwohnungen ungünstig", sagt Maronde. Denn in den Abendstunden werde die Promenade gerade im Sommer von vielen Menschen bevölkert, die ihren Feierabend bei Bier, Wein und Grillwurst ausklingen lassen. Das könne eine große Lärmbelästigung zur Folge haben.

Stimmt die Bürgerschaft dem geänderten B-Plan auf ihrer Sitzung am 5. September zu, wird er einen Monat lang öffentlich ausgelegt. In dieser Zeit können alle Bürger ihre Bedenken äußern und Verbesserungsvorschläge einbringen. Einer der Schwerpunkte dürfte dabei die Verkehrsanbindung und Parkplatzsituation werden. "Man muss prüfen, ob die Leistungsfähigkeit ausreicht", sagt Jentzsch. Eine Lösung könnten Parkverbotsschilder sein, meint er.

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