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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. Oktober 2017 | 03:29 Uhr

Warnemünde : Hoffnung auf den Brunnen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Aufwertung des Kirchenplatzes nimmt Gestalt an – ein Sponsor ist in Sicht und die Stadt bereitet Anschlüsse vor.

svz.de von
erstellt am 21.Jun.2014 | 12:00 Uhr

Im Ostseebad rückt die Vision von einem Brunnen am Kirchenplatz in greifbare Nähe. Und dass nicht nur, weil die Hansestadt bei der Umgestaltung des Platzes für den Fall des Falles die erforderlichen Anschlüsse bauen will. „Es gibt einen möglichen Sponsor“, sagt Ortbeiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU). Um diesen nicht unter Druck zu setzen, wird darüber aber noch Stillschweigen bewahrt. „Aber es gibt in der kommenden Woche dazu Gespräche“, so Jörg Drenkhahn vom Handels- und Gewerbeverein.

Im Jahre 2010 kam der Warnemünder Detlev Harms auf Bildhauer Thomas Jas-tram zu und konfrontierte ihn mit der Brunnen-Idee mit dem Christophorus. Jastram machte sich an einen Entwurf. „Ich habe den Schutzpatron der Seeleute mit meinem Entwurf ins Heute transportiert“, erklärt der Künstler. Er sieht das nicht als Dopplung zur Figur in der Kirche. „Es ist nur eine andere Variante, ein Mann, der kein Riese ist, sondern ein Kind trägt“, erklärt Jastram seinen Entwurf. Das kann in seinen Augen auch ein Mann sein, der seinen Sohn trägt. Das Taufbecken hat er bei seinem Brunnenmodell als Achteck geschaffen – ein Zeichen für die Unendlichkeit. Für Jastram passt so eine Figur zu Warnemünde, wo Reisen und Seefahrt immer ein Thema sind. Was der Künstler bedauert: „Es hat nie eine Möglichkeit für mich gegeben, meinen Entwurf in der Öffentlichkeit zu präsentieren und so in die Diskussion einzusteigen.“

Doch wie zu fast allen Themen im Ostseebad – auch in diesem Punkt scheiden sich die Geister: „Wir als Handels- und Gewerbeverein können uns den Entwurf von Thomas Jastram sehr gut für Warnemünde vorstellen“, sagt Jörg Drenkhahn. Der Kirchenförderverein ist allerdings gegen diesen Vorschlag und die Benennung als Christophorus-Brunnen. „Seinerzeit haben wir diesen Brunnen auch deshalb abgelehnt, weil von 23 Brunnen viele aus Sparsamkeitsgründen stillgelegt worden sind“, sagt Architekt Helmut Bach, Vorsitzender des Kirchenfördervereins. Bach, viele Mitglieder aus dem Kirchgemeinderat und alte Warnemünder haben die Benennung eines Brunnes nach Christophorus endgültig zu den Akten gelegt. „Wir können uns eine zum Brunnen ergänzende schmückende Figur wie die legendäre Fischverkäuferin Min Herzing vorstellen, die als Figur mit Holzkisten voller Fisch dort sitzen könnte. Und das eventuell mit einem Schirm, um sich vor Spritzwasser zu schützen.

Der Wunschkandidat wäre bei Bach und seinem Verein der Bildhauer Wolfgang Friedrich, der den „Ümgangsbrunnen“ entworfen hat. Als Standort für den Brunnen plädiert der Kirchenförderverein für die Achslage zwischen Kirchenplatz und Mühlenstraße. So könnten Rettungsfahrzeuge ungehindert zum Hauptportal vorfahren.

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