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Studentenwerk Rostock : Höherer Beitrag, mehr Wohnraum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Studentenwerk Rostock: Kai Hörig, der neue Geschäftsführer, zieht Bilanz über seine ersten 100 Tage im Amt

Viel Arbeit kommt auf den neuen Geschäftsführer des Rostocker Studentenwerks, Kai Hörig (43), zu. Nachdem seinem Vorgänger, Dr. Dieter Stoll, vorgeworfen wurde, 300 000 Euro veruntreut zu haben, blieb die Stelle des Geschäftsführers zweieinhalb Jahre unbesetzt. „Und das hat seinen Preis. In der Zeit hat sich viel angestaut“, sagt Hörig. Mehr als 20 Jahre Berufserfahrung aus dem Leipziger Studentenwerk und als Studentenvertreter bringt er mit. 100 Tage ist der studierte Diplom-Mathematiker jetzt im Amt als Leiter des Rostocker Studentenwerks. Dort hat er sich bereits gut in seine neue Aufgabe eingefügt. Viele Schwerpunkte will er in den kommenden Monaten und Jahren in Angriff nehmen.

Semesterbeitrag

Seit 2010 ist der Semesterbeitrag auf einem gleichbleibenden Niveau verharrt. Zum Wintersemester soll sich das ändern. Dann werden die Beiträge planmäßig von 45 auf 60 Euro erhöht. Im Jahr darauf soll es eine weitere Anhebung geben. „Das war längst überfällig“, so Hörig. Das Versorgungswerk sei trotzdem noch im ostdeutschen Vergleich auf niedrigem Niveau.

Mensa

Für die Hochschule für Musik und Theater plant Hörig, eine eigene Mensa vor Ort zu betreiben. Es gebe bereits eine kleine Versorgungseinrichtung. Die soll im kommenden Jahr übernommen und ausgebaut werden. „Der Bau wird durch das Land finanziert und ist derzeit unser wichtigstes Projekt“, erklärt Hörig. Für den Bau einer zentralen Mensa am Ulmencampus gibt es dagegen verschiedene Pläne. Hörig geht davon aus, dass sie hinter den Hörsälen entstehen soll. Allerdings werde das geplante Bibliotheksgebäude in Richtung Bahnschienen als Bauprojekt vorgeschoben. „Erst danach soll die Mensa gebaut werden und die wird leider kleiner ausfallen, als der Bedarf da ist“, so der Geschäftsführer.

Wohnheim

Ab dem Wintersemester werden 100 neue Wohnheimplätze in Warnemünde für Studenten zur Verfügung stehen. Das Studentenwerk plant außerdem, 100 weitere Plätze in der Max-Planck-Straße zu schaffen. Der Weg dorthin scheint geebnet. „Das Projekt wurde seitens der Stadt in den Bebauungsplan einbezogen“, sagt Hörig. Nun hofft das Studentenwerk auf zahlkräftige Unterstützung durch Bund und Land. 100 Plätze kosten im Bau zwischen 6 und 6,5 Millionen Euro. Sein Plan: 100 Plätze pro Jahr zu schaffen. „Wir wollen dabei sozialverträgliche Mieten beibehalten“, begründet der 43-Jährige den Wohnraumzuschuss, der ab 1. August 250 Euro beträgt.

Beratung

Da Hörig bei der psychologischen Beratung Handlungsbedarf sieht, wird der Bereich ausgebaut und ab Herbst eine Beratungsstelle in der Albert-Einstein-Straße eingerichtet. Zudem plant er 2017 eine Zusammenarbeit mit der Uni-Medizin.

Jubiläum

Am 1. August wird das Studentenwerk 25 Jahre alt. Zu dem Jubiläum wird es eine Betriebsfeier geben und im November eine Podiumsdiskussion mit der Hochschule Wismar. Dann werden die aktuelle Situation des Studentenwerks sowie Pläne für die Zukunft erörtert.

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