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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. September 2017 | 07:09 Uhr

Kultur : HMT feiert 24-Stunden-Fest

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Zum 20. Jubiläum laden Studenten und Dozenten ein zu Musik, Gesang, Schauspiel und vielem mehr.

„Wir wollen den Tag zum Fest der Klänge, Bilder und Worte machen“, sagt Rektorin Dr. Susanne Winnacker in ihrer Eröffnungsrede zum 20-jährigen Bestehen der Hochschule für Musik und Theater (HMT) Rostock. Die Hochschule hat das Jubiläum einen Tag und eine Nacht lang gefeiert. Von Sonnabend 6 Uhr morgens bis gestern 6 Uhr in der Früh dauerte das Fest.

Studenten und Lehrende der HMT zeigten künstlerische und experimentelle Darbietungen. Mehr als 420 Mitwirkende gestalteten den Tag mit Schauspiel, Gesang und Musik. Ebenso gab es Ausstellungen, wie beispielsweise „Brasilien – Bilder eines Weges“. Sechs angehende Theaterpädagoginnen reisten im März diesen Jahres nach Belo Horizonte zur Escola Guignard und dokumentieren in der Ausstellung ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Eindrücke in Bildern und Texten.

Ein besonderes Erlebnis war die Darbietung des Klavierstücks „Vexations“. Es besteht aus nur wenigen Zeilen, allerdings werden diese 840-mal wiederholt. Bei der Aufführung wechselten sich Studenten der Schulmusik sowie ihre Lehrenden ab. Jeder Klavierspieler musizierte eine Stunde und wurde dann abgelöst. „Das Stück hat eine meditative Wirkung, das merkte ich auch beim Üben“, erzählt Schulmusikstudentin Marie Luise Geißler. Die Fenster des Raumes waren für die Aufführung mit buntem Papier beklebt, der Boden mit Sitzkissen ausgelegt, sodass die Besucher in einer entspannten Atmosphäre der Musik lauschen konnten.

Daneben gab es auch Aufführungen, die die ganze Familie verzauberten, zum Beispiel „Das Katzenhaus“. Schauspielstudent Caspar Weimann aus dem zweiten Studienjahr erzählte die berühmte russische Kindergeschichte von Samuil Marschak. Auf humorvolle Art berichtete er von Tante Koschkas Hochmut, zwei verwaisten Kätzchen und einem Hausbrand.

Neben den vielen Veranstaltungen erwartete die HMT auch viele ehemalige Studenten. In mühevoller Recherche ermittelten die Verantwortlichen Kontakte bis in die 50er- und 60er-Jahre. Eine der Alumni ist Hannelore Ostrowski. Die heute 73-Jährige studierte ab 1957 Violine an der damaligen Fachhochschule. Die Idee, ein 24-Stunden-Programm zu zeigen, findet sie sehr originell, sagt Ostrowski. Doch nicht nur Studenten von einst hat es in das Katharinenenstift gelockt, auch ehemalige Mitarbeiter. Marion Pfeiffer war früher Sekretärin in der Hochschule und freute sich über die Jubiläumsfeier. „Die Atmosphäre ist einfach toll. Es ist wie nach Hause kommen“, sagt die 72-Jährige.

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