Hinter den Mauern des Nikolaiturms

Projekt: Andreas Braun organisiert einen Jugendgottesdienst in der Petrikirche am 21. September vom Nikolaiturm aus. Geos
Projekt: Andreas Braun organisiert einen Jugendgottesdienst in der Petrikirche am 21. September vom Nikolaiturm aus. Geos

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12. September 2012, 09:49 Uhr

Stadtmitte | Für viele ist sie die Kirche mit den Wohnungen, den Solaranlagen oder die Veranstaltungskirche. Aber hinter den Mauern der Nikolaikirche verbirgt sich vieles mehr. Bei einem Tag der offenen Tür im Turm haben sich die seit der Gründung der Nordkirche und des Kirchenkreises Mecklenburg neuen Einrichtungen vorgestellt. In der zehnten Etage des Kirchturms sitzt der Propst für Rostock, Wulf Schünemann.

"Es ist jetzt eigentlich alles neu", sagt er. Pastoren, Gemeindemitglieder aus dem ganzen Kreis, Anwohner und Verwaltungsmitglieder haben sich bei ihm umgesehen. Der atemberaubende Blick über die Altstadt, auf die Marienkirche bis hin zum Hochhaus in der August-Bebel-Straße hat viele gefesselt. Spannend war für viele ebenso, welche Zuständigkeiten der Probst hat. Seit Pfingsten sitzt der 48-Jährige in dem Büro, in dem zuvor Superintendent Mathias Kleiminger saß. Schünemann selbst war Superintendent in Güstrow und kümmerte sich um die Anliegen von 46 Pastoren. Seit Mai, mit der Zuständigkeit für das Gebiet des Landkreises Rostock und der Hansestadt, sind es 80.

"Meine Aufgabe ist es, das eigentliche kirchliche Leben in den Gemeinden zu ermöglichen", sagt er. Er kümmert sich um Strukturfragen, Stellenwechsel, bemüht sich um Solidarität zwischen den Gemeinden und tauscht sich mit den anderen Pröpsten aus. Auch Thomas Robatzek, Pastor aus Rittermannshagen bei Waren, kam gestern zum Tag der offenen Tür. Vom Konzept der Nordkirche und damit auch der Propsteien ist er überzeugt: "Es gab Sachen, von denen man sich verabschieden musste, wie die familiäre Atmosphäre", aber die neuen Impulse durch die stärkere Verknüpfung mit Kollegen anderer Regionen wären ein klarer Vorteil. So könnten sie besser gemeinsam auf neue gesellschaftliche Anforderungen reagieren.

Die Arbeitsstelle "Kirche im Dialog" der Nordkirche befindet sich direkt unter dem Büro des Propstes. Hier wird nach Möglichkeiten gesucht, Vorurteile über die Kirche abzubauen. Es ginge aber nur um Dialog, nicht um Mission, sagt Referentin Claudia Wustmann. Vom achten Stock abwärts folgen Einrichtungen des Kirchenkreises, wie die Stelle für die Arbeit mit Kindern, das Kirchliche Zentrum Nikolaikirche und eine Internetredaktion. Im siebten Stock organisiert Andreas Braun mit seinen Kollegen und Jugendlichen im Jugendpfarramt Veranstaltungen in der Petrikirche. Im Turm sind weiter Poststelle, die Gerber-Kapelle, Gästezimmer und die berühmten Wohnungen für 14 Parteien.

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