Bürgerschaft : Hilfe für kranke Asylbewerber

Der OB und sein Stadtwehrführer: Seit einer Polizeirazzia im August ist das Verhältnis zwischen Roland Methling (l.) und Steffen Grafe zerrüttet. Fotos: geos/Bernd Wüstneck
Der OB und sein Stadtwehrführer: Seit einer Polizeirazzia im August ist das Verhältnis zwischen Roland Methling (l.) und Steffen Grafe zerrüttet. Fotos: geos/Bernd Wüstneck

Neue Krankenkassenkarte soll den Arztbesuch für Migranten vereinfachen.

svz.de von
06. Dezember 2013, 21:13 Uhr

Asylbewerber in Rostock erhalten in Zukunft eine Krankenkassenkarte. Diesen Beschluss hat die Bürgerschaft auf ihrer vergangenen Sitzung noch einmal bestätigt, nachdem Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) ihm nach der Novembersitzung widersprochen hatte. Dagegen hatten zuletzt auch einige Demonstranten vor dem Rathaus protestiert.

„Nach erneuter Prüfung der Rechtslage durch die Stadtverwaltung ergibt sich für mich kein Grund mehr, den Beschluss zu beanstanden“, sagt das Stadtoberhaupt. Die neue Karte soll sicherstellen, dass im Krankheitsfall schnell und unbürokratisch medizinische Hilfe geleistet werden kann. Bislang müssen die Asylbewerber vor einem Besuch beim Arzt erst einen Behandlungsschein beantragen, der dann vom Jugend- und Sozialamt ausgestellt werden muss. Das ist mit der neuen Regelung hinfällig. „Ich unterstütze dies sehr, weil es das Leben von Asylbewerbern in unserer Stadt etwas einfacher macht“, sagt Roland Methling. Er wolle sich nun mit Nachdruck dafür einsetzen, dass jeder Anspruchsberechtigte in Rostock die neue Karte schnellsmöglich erhält.

In anderen Städten wie Hamburg und Bremen gibt es die Krankenkassenkarte für Asylbewerber schon länger. Auch Schwerin hat sie jüngst beschlossen.

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