zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

15. Dezember 2017 | 22:46 Uhr

Hier soll weiter Kunst entstehen

vom

svz.de von
erstellt am 09.Aug.2013 | 09:12 Uhr

Warnemünde | Das Munch-Haus Am Strom 53 gerät derzeit verstärkt ins Blickfeld. Das liegt an den interessanten Veranstaltungen zum 150. Geburtstag des berühmten Malers. Ein Höhepunkt dieser Reihe war die Buchpremiere von Dr. Lill-Ann Körber. Sie hat ihr Buch "Badende Männer - Der nackte männliche Körper in der skandinavischen Malerei und Fotografie des frühen 20. Jahrhunderts" erstmals öffentlich vorgestellt. Leidenschaftlich, kompetent und spannungsreich schilderte die Autorin die Geschichten hinter den Bildern. Sie erweitert den Blick auf Edvard Munch. In ihrem Vortrag hat Körber Kunst- und Kulturgeschichte, Fragen der Männlichkeit und Sexualität beleuchtet. Das Buch ist im Munch-Haus und im Fachhandel erhältlich.

Für Besucher ist das Munch-Haus ansonsten eher selten geöffnet. "Unser Ziel ist nicht, dass Munch-Haus zu einem Museum zu machen", erklärt Petra Schmidt-Dreyblatt, künstlerische Leiterin. "Es gibt kein ehemaliges Wohnhaus in Deutschland, in dem Munch gelebt hat und das so genutzt wird wie dieses hier", sagt sie. Deshalb steht in der Satzung des Trägervereins der Künstleraustausch zwischen Norwegen und Deutschland an oberster Stelle. Das Haus beherbergt Stipendiaten. Im Mai und Juni waren das die Künstler Ronny Lischinsky und Kristian Pettersen, die Stipendien des Peer-Gynt-Klubs Hamburg für einen deutschen und einen norwegischen bekommen hatten. Sie sollen in ihrer Arbeit nicht durch Besucherverkehr gestört werden. Deshalb ist nach wie vor nur am Donnerstag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Dann steht die Galeristin Rita Helm bereit, um die Fragen der Besucher zu beantworten.

Besonders spannend wird es im Programm des Munch-Jahres auch am 14. September. Dann gibt es eine Veranstaltung am Strand. "Das ist eine Deutschland-Premiere", sagt Henry Tesch, Vorsitzender des Vereins Munch-Haus. Es wird der Dokumentarfilm des britischen Regisseurs Dheeraj Akolkar gezeigt. Die Jubiläumsbriefmarken "150 Jahre Edvard Munch" gibt es bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr zu erwerben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen