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21. November 2017 | 22:37 Uhr

Hier setzt Rostock den Geldhebel an

vom

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erstellt am 17.Aug.2012 | 08:27 Uhr

Rostock | Das Petriviertel ist Rostocks wichtigste Großbaustelle. Und das schlägt sich auch in der Prioritätenliste der Stadt nieder, die Höhe und Reihenfolge der Fördermittelvergabe regelt. Ihr zufolge sollen bis 2014 mehr als 15 Millionen Euro aus der Städtebauförderung in die Erschließung, Versorgung und Gestaltung von Rostocks Klein Venedig fließen. Weitere 4,7 Millionen Euro kommen aus anderen Quellen dazu.

Unter anderem wird das Geld für den Straßenbau inklusive versorgungstechnischer Erschließung, für Radwege und für die Freiflächengestaltung der Warnowuferkante sowie des Alten Warnowarms verwendet. "Die neuen Straßen einschließlich der Brücken, des Lohmühlen- und Haargrabens und des Fischerbruchs sollen bis Ende 2013 fertiggestellt sein", sagt Anja Brandenburg von der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung (RGS). Das Unternehmen ist für die Vermarktung und Entwicklung des Viertels zuständig. Beinahe alle Grundstücke sind vergeben.

Bereits seit diesem Monat laufen die Arbeiten an der Petrischanze. Dort entstehen auf rund 15 500 Quadratmetern Sport- und Freizeitflächen, ein Parkplatz und eine WC-Anlage. Und auch auf den Baufeldern selbst wird bald emsige Betriebsamkeit herrschen. Noch in diesem Quartal soll beispielsweise der Spatenstich für den Petrihof der WG Warnow erfolgen. Das Unternehmen will dort für etwa 19 Millionen Euro rund 120 Wohnungen mit ein bis vier Zimmern bauen. Für große Bauvorhaben wie dieses sind Wettbewerbe Standard, um möglichst hohe Qualitätsansprüche zu wahren. "Auch mit der BG Neptun bereiten wir aktuell einen Architekturwettbewerb für die geplante Bebauung vor", sagt Brandenburg. Insgesamt sollen in dem 5,4 Hektar großen Petriviertel zwischen 450 und 600 Wohnungen neu gebaut werden.

Neben diesem Megaprojekt fallen die anderen 16 Posten in der Prioritätenliste bis 2014 deutlich ab. Über den mit 2,9 Millionen Euro größten Zuschuss kann sich die Frieda 23 freuen. "Planung und Realisierung der Kunst- und Medienschule stehen unmittelbar bevor", sagt Bauamtschefin Ines Gründel. Dort soll dann neben zahlreichen anderen Rostocker Einrichtungen auch das Lichtspieltheater Wundervoll (Liwu) eine dauerhafte Heimat finden.

Weitere Millionenprojekte in der Liste sind die Sanierung des ehemaligen Schifffahrtsmuseums in der August-Bebel-Straße 1, die Sanierungen Am Wendländer Schilde sowie Hermann- und Ernst-Barlach-Straße und die Modernisierung des Hornschen Hofs sowie des Kleinen Hauses in der Eselföterstraße. Aufgeführt sind zudem die Wettbewerbe zur Nordkante des Neuen Marktes und zum Bereich Fischerbastion/Stadthafen, der Nordeingang Oberwall mit Wallstraße und die Toilettenanlage Neuer Markt. Posten zum Großen Katthagen sowie zur Gertruden- und Neuen Werderstraße runden die Liste für den Zeitraum bis 2014 ab. Anschließend stellt der geplante Theaterneubau bis 2018 alle anderen Vorhaben in den Schatten. Für ihn werden 59 Millionen Euro veranschlagt, mehr als elf Millionen sollen über Städtebaufördermittel finanziert werden.

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