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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 22:18 Uhr

Rostock : Hier rollen die Umzugswagen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Kommunale Statistikstelle legt Wanderungsbefragung vor / Baugrundstücke sind zu teuer und klein

svz.de von
erstellt am 06.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Die Kröpeliner-Tor-Vorstadt und Stadtmitte sind die Viertel mit der größten Fluktuation ihrer Bewohner. Das geht aus der neuesten Wanderungsmotivbefragung der Kommunalen Statistikstelle hervor. Sie hat im vergangenen Jahr 1 600 Haushalte angeschrieben und zu den Hintergründen für Zu- oder Wegzüge aus Rostock befragt.

Demnach stammen die meisten Weggezogenen aus der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Umgekehrt verzeichnete die KTV aber neben der Stadtmitte auch die meisten Zuzüge. Mehr als die Hälfte der KTV-Neuzugänge sind Erwerbstätige und rund 40 Prozent Studenten, Schüler und Auszubildende. Bei Stadtmitte sind rund 72 Prozent der Zugezogenen Erwerbstätige, jeder Fünfte ist Student, Schüler oder Auszubildender. Reutershagen ist ein weiteres wichtiges Abwanderungsgebiet und die Südstadt ein wichtiges Zuwanderungsgebiet. Fast ein Viertel der Zugezogenen stammt ursprünglich aus Rostock.

Insgesamt 27 Prozent der abgewanderten befragten Haushalte wäre lieber in Rostock geblieben, wenn sie eine passende Wohnung oder ein Haus beziehungsweise Baugrundstück gefunden hätten. Das betrifft vor allem die 35- bis 54-Jährigen. Von den Haushalten mit Kindern betrug dieser Wert sogar etwa die Hälfte. Auch ein Drittel der Zugezogenen aus dieser Gruppe gab an, als Familie mit Kindern keine Wunschwohnung gefunden zu haben. Gerade ältere Menschen hingegen zeigten sich mit 98 Prozent äußerst zufrieden mit ihrer neuen Bleibe.

Der Erwerb von Wohneigentum spielte bei 11,2 Prozent aller Weggezogenen eine Rolle. Sie gaben als Hauptgrund an, dass die Bodenpreise in Rostock zu hoch seien und dass sie preisgünstige Kaufangebote außerhalb der Stadt erhalten haben. Jedem dritten Haushalt waren die Baugrundstücke in Rostock zu klein. Fast jeder vierte Haushalt, bei dem der Erwerb von Wohneigentum ein Grund für den Wohnortwechsel war, hat in Rostock kein passendes Grundstück bekommen.

Weitere wichtige Umzugsmotive waren ein neuer Arbeitsplatz oder die Familie. Je nach Alter variieren die Angaben allerdings: Bei den jungen Befragten zwischen 18 und 24 Jahren ist der Beginn von Ausbildung oder Studium der mit Abstand am häufigsten genannte Umzugsgrund. Die Motive der Älteren sind eher das alters- beziehungsweise behindertengerechte Wohnen oder das Wohnen bei den Partnern und Familienangehörigen.

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