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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. August 2017 | 06:22 Uhr

Eröffnung : Heute erwacht die Frieda 23 zum Leben

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Das Gros der Mieter ist schon eingezogen

Zehn Jahre hat es gedauert von der ersten Idee bis zum heutigen Tag: Die Frieda 23 erwacht. Nach 20 Monaten Bauzeit feiern heute ab 16 Uhr die Nutzer des Kunst- und Medienzentrums – zahlreiche Rostocker Initiativen für Kunst, Film, Radio und Musik – ihren gemeinsamen Auftakt unter einem Dach.

Kreidespray-Linien auf dem Asphalt weisen aus der Stadt den Weg zur Frieda. Die Rostocker sind eingeladen, sich umzuschauen. Der Vorstandsvorsitzende des Bauherren, der Karo gAG, Helge Schilf, Unterstützer und Begleiter des Projekts werden die Frieda symbolisch eröffnen. Rostocks ehemalige Kultursenatorin Liane Melzer, die sich für das Haus eingesetzt hatte, kommt extra aus Hamburg, um das Ergebnis zu sehen. Ausstellungen, Filmvorführungen, Livemusik und ein Frieda-23-Quiz werden einen Vorgeschmack auf die Zukunft geben – auf die Arbeit im kreativen Zentrum. „Es ist keine Eröffnung eines fertigen Objekts“, sagt Harry Körber vom Vorstand der Karo gAG. Innen wie außen gibt es noch Baustellen.

Und alles soll auch gar nicht fertig werden. „Wir wollen den Baukörper in seinem differenzierten Zustand erhalten“, so Körber. Die alte Bausubstanz lugt teilweise hervor. Einige Decken sind nicht abgehängt, die Betonplatten sollen sichtbar bleiben, auch einige Wände bleiben roh, so wie manche alte Lampen bleiben. Tapetenreste und Graffiti funktionieren neben neuen Wänden und dem Farbleitsystem, das die Besucher zu den einzelnen Initiativen führen soll. So wird der Weg zu Lohro klassisch für den lokalen Radiosender orange gestaltet. Das ganze Haus ist Kunst, kreativ wie seine Mieter. Und die alten Materialien seien auch Geschichte, sagt Körber.

Bereits 2004 hatten das Institut für Neue Medien und die Kunstschule die Vision eines finanziell unabhängigen Kunst- und Medienhauses. 2008 wurde die gemeinnützige Karo AG gegründet, die durch eine mehrjährige Mitmach-Initiative über Kulturaktien, aber auch Städtebaufördermittel und Kredite das 30 Jahre alte Schulgebäude umgestaltete.

3,9 Millionen Euro hat der Bau bisher gekostet. An Fenstern, Heizung und Elektronik wird in einigen Hausteilen noch gearbeitet. Die Außengestaltung soll folgen, Kunstwerke müssen aufgestellt, Beschriftungen nachgeholt werden.

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