Rostock : Heubastion ist fast fertig saniert

Mehr als 10 000 Sträucher und Pflanzen sowie eine neue Treppe hat die sanierte Heubastion erhalten.
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Mehr als 10 000 Sträucher und Pflanzen sowie eine neue Treppe hat die sanierte Heubastion erhalten.

Ehemalige Verteidigungsanlage im Stadtzentrum für rund 1,9 Millionen Euro neu gestaltet. Dreiwallbastion muss weiter warten

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28. November 2017, 12:00 Uhr

Die Treppe ist eingesetzt, die Bepflanzung beendet – die Sanierung der Rostocker Heubastion steht kurz vor dem Abschluss. Laut Sigrid Hecht, Chefin der zuständigen Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtplanung und Wohnungsbau (RGS), soll die Maßnahme voraussichtlich Ende Dezember fertig sein.

„Es gab leichte Verzögerungen, unter anderem beim Abbruch des Fledermausquartiers, sodass sich der Zeitplan um insgesamt einen Monat verschiebt“, erklärt RGS-Sprecherin Josefine Rosse. Ende April war mit der Sanierung der historischen ehemaligen Verteidigungsanlage begonnen worden. Rund 1,9 Millionen Euro wurden dafür investiert, darunter auch Städtebaufördermittel.

„Um den historischen Zustand mit symmetrischen Böschungen auf der Westseite wiederherstellen zu können, wurden dort die alten Bunkeranlagen sowie die Verblendungsmauer abgerissen. Die baufällige Treppe zwischen dem Ober- und Unterwall wurde durch eine neuere leichtere Konstruktion ersetzt“, zählt die RGS-Sprecherin Einzelmaßnahmen auf. Die Materialien seien so gewählt worden, dass die Treppe das Gesamtbild der Wallanlagen möglichst wenig beeinflusst. Zudem seien unterirdisch neue Fernwärmeleitungen verlegt worden.

Auf der eigentlichen Bastionsfläche werden derzeit noch Umgestaltungen vorgenommen, sodass dort am Ende eine hohe Aufenthaltsqualität für Rostocker und Touristen geboten würde. Dafür sollen sich neue Sitzgelegenheiten um ein zentrales Schmuckbeet herum anordnen. Am Oberen Wallweg wurden bereits moderne LED-Lichtmasten installiert, die auch das Sicherheitsempfinden bei Fußgängern und Radfahrern vergrößern sollen.

Vorhandene Fundamente und Hohlräume im Untergrund der Bastionsfläche wurden ebenfalls beseitigt. „Das baufällige Fledermausquartier unter dem Plateau wurde durch ein größeres und naturschutz-fachlich geplantes ersetzt“, erklärt Josefine Rosse. Auf den Böschungen der Heubastion wurden unter den vorhandenen Bäumen Kräuter und Sträucher gepflanzt – insgesamt mehr als 10 000 Stück. Im Vorfeld der Sanierung hatte es Proteste von Naturschützern gegeben, die mehr als 2000 Unterschriften sammelten und vor allem die Baumfällungen kritisierten. Bis Ende Dezember werden jetzt noch letzte Wege-, Pflaster- und Pflanzarbeiten durchgeführt sowie Treppenstufen und Geländer gesetzt. Die Wege zum Oberwall werden erneuert, ebenso wie der Oberwallweg bis zum Eingang an der Hermannstraße. Von dort aus wird auch der barrierefreie Zugang gewährleistet.

Noch warten muss allerdings ein anderes Projekt in den Wallanlagen: Da sich die RGS in diesem Jahr auf die Fertigstellung der Heubastion konzentriert hätte, würde die notwendige Sanierung der Dreiwallbastion vorerst ruhen – vorrangig aus finanziellen Gründen. „Als erste kleinere Maßnahme wurden aber erst kürzlich entlang des Oberen Wallweges und somit auch in dem Bereich der Dreiwallbastion Mastleuchten installiert“, erklärt Sprecherin Rosse.

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