zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 18:45 Uhr

Herzstück des Klinikums entsteht

vom

svz.de von
erstellt am 14.Jan.2011 | 06:38 Uhr

hansaviertel | Es ist die größte Baustelle des Landes. 650 Tonnen Stahl, mehr als 2800 Kubikmeter Beton und 3, 5 Millionen werden verbaut, bis der Rohbau des neuen Ver- und Entsorgungszentrums (VEZ) steht. Auf dem Campus Schillingallee wurde gestern der Grundstein für das Gebäude des Universitätsklinikums Rostock gelegt.

"Mit dem Bau kommt Mecklenburg-Vorpommern dem Ziel, Gesundheitsland Nummer eins zu werden, ein Stück näher", sagte Heinz-Gerd Hufen, Geschäftsführer des Betriebs für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (bbl-mv). "Hier entsteht das logistische Herzstück des Klinikums", erklärte Prof. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock. In dem neuen Zentrum auf dem Champus Schillingallee finden Büros, Technik- , Archiv- und Lagerräume, Umkleiden, die komplette Datenverarbeitung, Apotheke und Energiezentrale Platz.
Sahnestück ist dieAutomatische Warentransportanlage

Das Sahnestück: die Automatische Warentransportanlage im Untergeschoss. Vom neuen VEZ aus kann das Klinkum unterirdisch ver- und entsorgt werden - über teils neue, teils anierte Tunnel sowie die vorhandenen Bunkeranlagen. Damit werde Zeit, Material und Geld gespart, wie der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums, Prof. Peter Schuff-Werner betonte. Dazu zählt auch das geplante moderne Rohrpost-System, mit dem in Windeseile Medikamente oder Blutprodukte auf die entsprechenden Stationen sausen werden. Das neue VEZ optimiert damit die Betriebs- und Versorgunsabläufen: "Das Universitätsklinikum wird zu den modernsten Deutschlands zählen. Wir sichern damit langfristig die Qualität in Forschung, Lehre und Patientenbetreuung.", sagte Schareck.

Nach den einleitenden Worten zu dem Mammut-Projekt ging es an die praktische Umsetzung der Grundsteinlegung. Der obligatorische Urneninhalt - Münzen, Baupläne, Urkunde und tagesaktuelle Zeitungen - wurde im Stein versenkt und von den Ehrengästen mit einer Reihe Klinkersteinen zugemauert.

Beim Bau ist größte Sorgfalt gefragt

Oberbauleiter Fred Burgsthaler konnte sich angesichts des fugenlosen Resultats ein Schmunzeln nicht verkneifen. "Der Mörtel war ein bisschen trocken" nimmt er die Baumeister der Stunde in Schutz. Für das handwerkliches Geschick seien außerdem die Arbeiter auf der Großbaustell zuständig. Und dafür bedarf es jeder Menge: "Bautechnisch ist das Projekt anspruchsvoll", so der Oberbauleiter. Der Neubau enthalte viele Sichtbetonteile, da sei größte Sorgfalt gefragt. Um die zu gewährleisten, sind bis zu 25 Bauarbeiter auf dem zukünftigen VEZ-Gelände im Einsatz. Als "sportlich" bezeichnet Burgsthaler die Ausführungszeit. Der Rohbau soll bis September fertig gestellt sein, wenn alles nach Plan läuft. Vielsagend blickt der Oberbauleiter gen Himmel.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen