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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 19:56 Uhr

Herzstück: Das Schifffahrtsmuseum

vom

svz.de von
erstellt am 30.Jul.2013 | 09:07 Uhr

Rostock | Nach seinem Ausbau wird das Schifffahrtsmuseum kaum noch wiederzuerkennen sein. Zumindest auf der Landseite. Dort ist ein komplett neues Gebäude mit integriertem 60-Meter-Aussichtsturm und direktem Anschluss an das Traditionsschiff vorgesehen. Im Idealfall sollen die Besucher vom Ausguck aus die Warnow von der Altstadt bis zum Meer überblicken können.

Und auch der Boden soll völlig umgestaltet werden - mit der Werft als wichtigem musealen Bestandtteil und Senkgärten, die zum Teil bis unter den Neubau reichen. Drei verschiedene Bereiche sind geplant: ein vegetativer Nebelgarten, eine Wassersenke und ein Wald aus Algen. Herausragend ist vor allem die Wassersenke, die durch einen Weg mit Glaswänden mitten durchs Wasser geteilt werden soll. Wracks, Schatzkisten und Anker, die vom Museumsneubau herabhängen, sorgen für die passende Atmosphäre im südlichen Bereich. Dort sollen Besucher die Unterwasserwelt der Ostsee bestaunen können. Glassäulen, die bis ins Museum reichen, sollen diesen Anblick auch von innen erlebbar machen. Im nördlichen Becken hingegen ist ein Wellenkanal vorgesehen, der die Entstehung und Ausbreitung einer Welle veranschaulicht. Die passende Atmosphäre sollen hier ein paar Wellenbrecher und ein Wrack schaffen.

Im Nebelgarten werden Pflanzen aus Ländern der alten "Dresden"-Reiserouten angebaut. Umgeben werden sie von geheimnisvollem Bodennebel. Der Algenwald simuliert anstelle des ehemaligen Hollandgartens den Blick von unten auf die Wasseroberfläche. Dazu wird der Metallkäfig mit einem Material überspannt, das nur teilweise lichtdurchlässig ist.

Die thematische Ausrichtung des Museums soll sich an der Vergangenheit des Schiffs und des Rostocker Hafens orientieren. Routen und Fracht werden vorgestellt. Außerdem ist eine wertungsfreie Abbildung der historischen, gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhänge in Schifffahrt und Schiffbau der DDR geplant. Interviews mit Zeitzeugen und persönliche Geschichten sollen die Besucher in den Alltag auf See und an Land eintauchen lassen. Dafür stehen 1000 Quadratmeter als Ausstellungsfläche zur Verfügung, noch einmal ergänzt von 400 Quadratmetern für Sonderausstellungen. Außerdem dienen Container, die als Symbol für Seefahrt und Seehandel auf dem Gelände verteilt werden, als versteckte Ausstellungsboxen oder Aussichtsplattformen.

Als technisches Highlight neben dem Schiff selbst wollen die Planer einen Sturm- oder Schiffssimulator installieren. Und auch die gastronomische Versorgung und der Museumsshop sollen ausgebaut werden, wenn dem Konzept zugestimmt wird.

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