Nach fast 13 Jahren steht der Laden in Broderstorf vor dem Aus : Heros: Ost-Discount-Markt schließt für immer

<strong>Nach fast 13 Jahren </strong>schließt der Heros-Markt im Gewerbegebiet Pastow für immer. <foto>clla</foto>
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Nach fast 13 Jahren schließt der Heros-Markt im Gewerbegebiet Pastow für immer. clla

Seit November 2000 hat es im Heros-Markt in Broderstorf Produkte gegeben, die aus DDR-Zeiten bekannt und beliebt waren. Doch das Konzept "Kaufen, was man von früher kennt, aber sonst nirgendwo findet" ist gescheitert.

svz.de von
06. März 2013, 09:57 Uhr

Broderstorf/Pastow | Zetti, Nudossi, Filinchen und Co: Seit November 2000 hat es im Heros-Markt in Broderstorf Produkte gegeben, die noch aus DDR-Zeiten bekannt und beliebt waren. Doch das Konzept - "Kaufen, was man von früher kennt, aber sonst nirgendwo findet" - ist gescheitert. Gestern wurde das Aus des Ost-Discounters bekanntgegeben. 14 Mitarbeiter verlieren jetzt ihren Arbeitsplatz. Geschlossen wird der Markt nach dem Ausverkauf der noch vorhandenen Waren. Laut Christoph Lederer könnte das im April oder erst im Mai dieses Jahres der Fall sein.

Mitbewerber setzen auch auf Regionales

"Unsere Herangehens-weise haben Mitbewerber durchaus beobachtet. Mittlerweile wird in Märkten der meisten anderen Ketten auch auf Produkte aus der Region gesetzt. Damit war uns ein Stück der Exklusivität genommen", sagt der Chef des Heros-Marktes. Deshalb habe der Zuspruch in den zurückliegenden Monaten letztendlich nicht ausgereicht, um gegen die wachsende Zahl der Konkurrenten im großen Einzugsgebiet der Hansestadt Rostock und deren Umgebung zu bestehen.

Dabei hat sich Heros im Preisniveau von Discountern bewegt. Auch über die Preise sollten den Kunden die Fahrt ins Pastower Gewerbegebiet schmackhaft gemacht werden. Doch dieser Trumpf hätte im Laufe der Jahre nicht mehr gezogen. Zu einer eigentlich geplanten Expansion sei es deshalb nicht mehr gekommen. Die Entscheidung, den Laden zu schließen, sei die wirtschaftlich vernünftigste, hieß es gestern. Ob den 14 Beschäftigten nach dem Ausverkauf in anderen Partner-Einrichtungen des Unternehmens Stellen angeboten werden, wäre fraglich.

Broderstorfs Bürgermeister Hanns Lange zeigte sich gestern überrascht über das Aus des Discounters. "Das hat sich nicht abgezeichnet", sagte er. Gerade im vergangenen Jahr wurde mit den Unternehmern aus diesem Gewerbegebiet intensiv über eine bessere Vermarktung des Areals diskutiert. "Da hat sich der Heros-Chef immer beteiligt", berichtet der Bürgermeister. Er bedauert nicht nur, dass für viele Liebhaber von Ost-Produkten eine Anlaufstelle wegfällt. "Vor allem der Leerstand ist ärgerlich", sagt Lange. Er geht aber davon aus, dass sich der Eigentümer des Objektes intensiv um einen Nachmieter für die 2000 Quadratmeter Fläche bemüht.

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