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Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. November 2017 | 01:17 Uhr

maritime Wirtschaft : Herausforderung im Hafen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Neue Doppelspitze will die Zugmaschine der Landeswirtschaft vorantreiben / Noch eine Million Tonnen bis zum Vor-Krisenniveau

von
erstellt am 24.Jan.2015 | 11:00 Uhr

Die beiden neuen Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock (Hero), Gernot Tesch und Jens Aurel Scharner, haben viel vor: Seekanal-Vertiefung von 14,50 auf 16,50 Meter, Einrichtung neuer Industrie- und Gewerbegebiete, Anpassung der Infrastruktur an den wachsenden Güter- und Passagierverkehr sowie an das prestigeträchtige Kreuzfahrtgeschäft. „Wir müssen die Entwicklung im 50-Jahreszeitraum denken“, sagt Tesch.

Dabei startet die Doppelspitze von einer starken Basis aus – mit dem viertbesten Ergebnis des Seehafens überhaupt. Zum Umschlagsniveau von 2008, dem Beginn der Krise in Europa und der Welt, fehlt allerdings noch eine Million Tonnen. Damals waren 27,2 Millionen Tonnen in Rostock abgefertigt worden. Die Art der gehandelten Waren hat sich zum Teil geändert: „Statt Zucker und bestimmten Metallen werden heute verstärkt Windkraft- und Krananlagen umgeschlagen“, sagt Tesch. Deren Tonnage sei zwar im Verhältnis geringer, der Effekt für die Wertschöpfung und Beschäftigung in der Region dafür umso größer.

Das kräftige Plus im vergangenen Jahr verdanke Rostock seiner vielfältigen Ausrichtung. „Wir sind der Universalhafen mit der größten Tiefe an der deutschen Ostseeküste“, so Tesch. Flüssig-, Schütt- und Fährgüter legten um 12 bis 18 Prozent zu, Ro-/Ro-Güter blieben stabil. Nur der Stückgüter-Umschlag ging um acht Prozent zurück. Um die Rostocker Position noch zu verbessern, setzt die Doppelspitze auf einen vertieften Seekanal. Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) sagte gestern erneut seine Unterstützung und den Start eines Planfeststellungsverfahrens zu.

Schon in diesem Jahr will die Hero 20 Millionen Euro in die Infrastruktur investieren. Geschaffen werden sollen eine zusätzliche Autobahnabfahrt sowie ein 20 Hektar großes parkähnliches Areal östlich der Werftallee in Groß Klein. Es dient als Ausgleichsmaßnahme für alte Bauprojekte. In diesem Zusammenhang hat sich die Hero auch zur Renaturierung des Diedrichshäger Moores verpflichtet. Weitere Bauvorhaben müssen ab sofort ausnahmslos von der EU-Kommission genehmigt werden. Bislang galt nur die Informationspflicht.

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