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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. September 2017 | 13:43 Uhr

Warnemünde : Helden des Alltags feiern Jubiläum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Freiwillige Feuerwehr begeht ihren 125. Geburtstag im Gerätehaus / Sonnabend Tag der offenen Tür

svz.de von
erstellt am 08.Mai.2014 | 10:00 Uhr

Die Freiwillige Feuerwehr Warnemünde begeht am Sonnabend ihr 125. Jubiläum. Von 10 bis 18 Uhr ist Tag der offenen Tür im Gerätehaus im Wiesenweg 11b. Jeder, der möchte, kann dann hinter die Kulissen der Helden des Alltags gucken. Ab 19 Uhr sind die Tanzkünste der Einsatzkräfte und ihrer Besucher gefragt.

Obwohl die Freiwillige Feuerwehr schon lange existiert, ist ihre Geschichte bislang kaum aufgearbeitet. Eine Chronik fehlt, es gibt nur spärliche Informationen. Lediglich ein altes Foto von 1920 hängt im Büro der Wehrführer Jens Michael und Ralf Ehmke.

Die Anfänge der Freiwilligen Feuerwehr Warnemünde befanden sich an der Rückseite der Vogtei, dort sollen die Feuerspritzen untergestellt worden sein. Warnemündes ehemaliger Ortsamtsleiter Werner Krause weiß noch, das im Gebäude gegenüber von Museum und Bäcker früher ein Platz war, wo die Mitglieder und Fuhrbetriebe ihre Pferde einstallen mussten. Im Notfall mussten die angeschirrten Pferde die Ausrüstung von hier zum Brandort bringen.

Im 7. Bäderjournal „Tidingsbringer“ schreibt Autor Dieter Eints über einen Großbrand bei Maurermeister Henrich Oloffs. Die Flammen waren in der Nacht zum 22. Juni 1900 in den Werkstatträumen ausgebrochen. Die Warnemünder Feuerwehr war schnell da, hatte aber Schwierigkeiten, bis Wasser zur Verfügung stand, berichtet Eints. Verstärkung kam aus aus Lütten Klein und Diedrichshagen. Telegrafisch wurde die Feuerwehr Rostock gerufen, sie reiste mit einem Sonderzug ins Ostseebad, ihre Ausrüstung wurde über die Rostocker Chaussee transportiert. Mit dem heutigen Stand der Technik und zeitlichen Vorgaben ist das nicht mehr vergleichbar.

Später war das Domizil der freiwilligen Wehr im Hof in der Poststraße. Der jetzige Standort im Wiesenweg war der erste Neubau in Krauses Ortsamtsbereich. Das Ehrenmitglied der Freiwilligen Wehr sagt: „Man muss den Kameraden Hochachtung zollen, sie setzen bei Einsätzen ihr Leben und ihre Gesundheit freiwillig für andere aufs Spiel.“ Nicht immer haben die Kameraden das Gefühl, dass das wertgeschätzt wird. „Sonst würde sich der Oberbürgermeister nicht so äußern, wie er es oft tut“, kritisiert Michael.

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