Rostock : Heinkel-Mauer auf dem Prüfstand

<p>Noch ist das Schicksal der Heinkel-Mauer nicht abschließend geklärt.</p>
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Noch ist das Schicksal der Heinkel-Mauer nicht abschließend geklärt.

Ingenieurbüro Inros erprobt Fundament, Mauersteine und Standsicherheit. Das Land entscheidet über Abriss oder Erhalt

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30. März 2016, 08:00 Uhr

Noch bis in den Mai wird die Heinkel-Mauer untersucht. Das Landesamt für Denkmalpflege hatte sich mit der Auffassung der Rostocker Denkmalbehörde, das Bauwerk müsse abgerissen werden, nicht zufrieden gegeben und wollte zum bestehenden Gutachten weitere Aspekte geklärt haben.

Das Ingenieurbüro Inros Lackner fertigt aktuell Gutachten an – zu Gründungsverhältnissen, Standsicherheit oder auch dem Zustand der Mauersteine. „Die Ergebnisse der Begutachtungen werden voraussichtlich Ende Mai vorliegen. Wir übergeben die Gutachten dann an die zuständigen Denkmalschutzbehörden“, sagt Carsten Klehn, Sprecher der Wiro. Die wird auf dem Gelände hinter der Mauer ein Wohnquartier errichten.

In der vorletzten Woche waren zwei Männer im Auftrag der Gesellschaft für Kampfmittelbeseitigung mbH MV, des so genannten Munitionsbergungsdienstes vor Ort. Sie untersuchten den Fuß der Mauer auf Bomben und Sprengstoff aus dem Zweiten Weltkrieg. Zu Kriegszeiten war es typisch, dass Unternehmen der Rüstungsindustrie wie die Heinkel-Werke, zu denen die Schau-Mauer gehörte, Sprengstoff anbrachten. Der wurde im Fall eines Übergriffs gezündet, um dem Feind nichts übrig zu lassen.

Die zwei Mitarbeiter gaben Mitte März Sondierungspunkte für Gutachter frei, die das Fundament erkundeten. Die gingen mit Such-Schachten in die Erde. „Außerdem gab es ergänzende Untersuchungen zur vorangegangenen Begutachtung“, so Klehn.

Nach Munition ist das Gelände schon Mitte der 90er-Jahre abgesucht worden, als die Gebäude abgerissen wurden. Vor dem Baustart für das Werftdreieck-Quartier wird die Wiro – wie klassisch im Verfahren – noch weiter Flächen auf Altlasten untersuchen lassen.

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