zur Navigation springen

Baudenkmal in Rostock : Heinkel-Mauer: Abriss genehmigt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Denkmalschutzamt sieht keine Chance auf Erhalt / Teile sollen ins Museum

von
erstellt am 20.Feb.2015 | 08:15 Uhr

Alle Rettungsversuche waren umsonst: Die Denkmalschutzbehörde stimmt dem Abriss der Heinkel-Mauer in Rostock zu. Das bestätigte die Stadtverwaltung gestern. „Eine Sanierung ist aus Sicht der Unteren Denkmalschutzbehörde nicht mehr möglich und auch wirtschaftlich nicht vertretbar“, teilt Stadt-Sprecher Ulrich Kunze mit.

Die Mauer ist das letzte Überbleibsel der Heinkel-Flugzeugwerke, in deren Rüstungsproduktion während des Zweiten Weltkriegs auch Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Witterungseinflüsse hatten dem freistehenden Bauwerk in den vergangenen 20 Jahren stark zugesetzt, so die Denkmalschützer. Die Krieger Grundstück GmbH, die das Areal am Werftdreieck mittlerweile an die Wohnungsgesellschaft Wiro verkaufte, hatte den Abriss beantragt.

Seitdem das vor gut zwei Wochen bekannt wurde, diskutierte Rostock über die Zukunft der Mauer. Mittlerweile zeichnet sich ab, dass die Hansestadt zumindest Teile erhalten will: So ist vorgesehen, Reste der Heinkel-Mauer in die geplante Bebauung am Werftdreieck zu integrieren. Ein weiteres Mauerstück soll in der künftigen stadtgeschichtlichen Ausstellung im Museum in der August-Bebel-Straße gezeigt werden – „als mahnende Erinnerung an ein zwiespältiges, dunkles Kapitel Rostocker Industriegeschichte und deren Opfer“, wie Kulturamtsleiterin Michaela Selling sagt. Die Rostocker seien aufgerufen, Vorschläge zur Gestaltung am Werftdreieck einzubringen. Dafür seien Bürgerforen geplant, so die Stadt.

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen