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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 04:30 Uhr

Kultur : Heiko Krause gewinnt 9. Kunstpreis

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Jury zeichnet 40-jährigen Greifswalder für seine modernen und zeitgemäßen Arbeiten im Genre Schwarz-Weiß-Fotografie aus

von
erstellt am 15.Dez.2014 | 10:00 Uhr

Für seine zeitgemäße und moderne Interpretation der Schwarz-Weiß-Fotografie ist der Greifswalder Lehrer Heiko Krause am Wochenende mit dem 9. Rostocker Kunstpreis ausgezeichnet worden. Diese Kunstform besticht vor allem durch Effekte aus Licht und Schatten. Der 40-Jährige setzte sich damit gegen 68 Bewerber durch und verwies auch die Finalisten Reinhard Münchow, Hans Pölkow, Thomas Sandberg und Wilfried Schröder auf die Plätze. Verliehen wurde der mit 10 000 Euro dotierte Preis von der Rostocker Kulturstiftung und der Hansestadt Rostock. Unterstützt wird er zudem von der Provinzial.

Laudator und Jurymitglied Michael Soltau hob in seiner Rede das „breit gefächerte, künstlerische Potenzial“ des Gewinners hervor und lobte darüber hinaus „die Empfindsamkeit des Fotografen Heiko Krause“. „Er schafft es zudem, dass seine künstlerische Tätigkeit und die Arbeit als Kunstlehrer in keinem Widerspruch zueinander stehe“, so Soltau. Der Gewinner selbst zeigte sich von der Entscheidung der Jury ebenso überrascht wie bewegt: „Ich bin sehr ergriffen und wahnsinnig stolz darauf, diesen Preis gewonnen zu haben“, erklärt Krause den rund 200 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in der Rostocker Kunsthalle.

Zur Fotografie kam der gebürtige Greifswalder dabei bereits im Alter von zehn Jahren und sammelte mit seinem Onkel, einem Fotoamateur, wie er selbst sagt, erste Erfahrungen. Nach langer Schaffenspause entdeckte er die Fotografie 1999 neu für sich. Nach dem Kunst- und Französisch-Studium an der Universität Greifswald und einer dortigen Promotionsstelle ist Krause seit 2010 künstlerischer Mitarbeiter am Caspar-David-FriedrichInstitut. Das Besondere: Bereits 2009 hatte sich Krause für den Rostocker Kunstpreis in der Kategorie Fotografie beworben, musste in der Endauswahl der besten fünf Kandidaten seiner Zeit aber dem Rostocker Tim Kellner den Vortritt lassen.

Doch nicht nur der Preisträger selbst, sondern auch alle übrigen Finalisten ernteten bei der Verleihung großes Lob für ihre Arbeiten. „Sie bilden ganz bewusst einen Kontrast zur farbenfrohen Bisky-Ausstellung und zeugen von großer künstlerischer Qualität“, hebt der Juryvorsitzende Prof. Wolfgang Methling hervor. Zudem verbinde die Kulturstiftung mit der Ausstellung der Finalisten die Hoffnung, den Bekanntheitsgrad zu erhöhen und die damit verbundene Möglichkeit, die Werke auch in anderen Kunsthallen zu zeigen. Zu sehen sind die Schwarz-Weiß-Fotografien noch bis zum 4. Januar in der Rostocker Kunsthalle.

 

 

 

 

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