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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 15:11 Uhr

Havarist kann wieder durchstarten

vom

svz.de von
erstellt am 04.Feb.2013 | 06:03 Uhr

Seehafen | Nach der Kollision mit einem anderen Stückgutfrachter auf der Ostsee vor Rügen ist die "Statengracht" nun wieder fahrtüchtig. Das teilte der Rostocker Hafenkapitän Gisbert Ruhnke gestern mit. Noch am Sonnabend hätten Baltic-Taucher das Loch in der Innenhülle des Schiffes zugeschweißt. "Jetzt kann kein Wasser mehr eindringen", sagte Ruhnke. Der Hafenkapitän rechnet damit, dass das Schiff aus den Niederlanden den Rostocker Überseehafen spätestens morgen wieder verlassen wird. Doch zuvor müsse noch die Ladung gelöscht werden. Die Papierrollen, mit denen der Frachter auf dem Weg nach Rostock war, seien weitestgehend unbeschädigt hier angekommen, so Ruhnke.

Wie es in der Nacht zu Sonnabend zu dem Unfall mit der malteischen "Katre" kommen konnte, analysieren derzeit Experten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung. Nach ersten Informationen könnte ein Navigationsfehler Grund für den Zusammenstoß in der vielbefahrenen Kadetrinne gewesen sein. Bei der Kollision wurde ein großes Loch in den Rumpf der 172 Meter langen "Statengracht" gerissen. Wasser drang ein. Mit Schlagseite erreichte das Schiff am Sonnabend früh den Überseehafen. Die 88 Meter lange "Katre" wurde hingegen nur leicht im Bugbereich beschädigt und lief den Hafen Sassnitz-Mukran an.

Nachdem die Innenhülle der "Statengracht" ausgebessert wurde, stehen nun weitere Reparaturen an. Allerdings nicht in Rostock. Hier gebe es nicht die Möglichkeiten, sagt Gisbert Ruhnke. In welcher Werft die Außenhülle des niederländischen Frachters repariert werde, sei noch unklar. "Das entscheidet ganz allein die Reederei", sagt der Hafenkapitän.

Durch den Schiffsunfall vor Rügen ist der Ruf nach einer Lotsenpflicht vor allem in der viel befahrenen Kadetrinne laut geworden laut geworden. "Der Vorfall am Wochenende hat gezeigt, dass man diese Forderung bekräftigen muss. Die Lotsenpflicht ist zwingend notwendig", sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg. Bei der Ostseeparlamentarier-Konferenz sei dies schon mehrmals Thema gewesen, doch die Initiative war am Widerstand Russlands gescheitert. Für Rehberg ist diese Einstellung angesichts der möglichen Folgen einer Kollision wenig verständlich.

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