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Baugeschehen : Haus der Justiz: Umbau liegt voll im Zeitplan

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Im Sommer 2015 soll der zweite Abschnitt übergeben werden. Bis Ende 2016 ist alles fertig.

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erstellt am 22.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Sie tragen Wände und Fußböden ab, reinigen Steine mit dem Sandstrahler und entfernen Schadstoffe – die 20 bis 30 behelmten Arbeiter auf der rund 2500 Quadratmeter großen Baustelle sind seit Anfang März zwischen Lehm, Beton, Kies und Mörtel voll in ihrem Element.

Gestern besichtigte Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) den Baufortschritt am denkmalgeschützten Rostocker Justiz-Zentrum. „Vor fast 60 Jahren als Zentrale von Unrecht und Willkür gebaut, wird heute hier Recht gesprochen“, so Kuder. Das Landesarbeitsgericht MV sowie Arbeits- und Sozialgericht Rostock konnten ihre neuen Räume bereits beziehen. Das Landgericht Rostock nutze derzeit nur den einstigen Festsaal in der August-Bebel-Straße. Nächstes Jahr werde es laut Kuder ins Haus der Justiz umziehen.

Doch bis dahin haben Bauarbeiter Dimitry Cherevatenko und seine Kollegen noch einiges zu tun. Mit Mini-Bagger und Schubkarre tragen sie in den zugigen Räumen Erde ab, um das Gebäude dicht zu bekommen – „ein schöner Sport“, so der 28-Jährige, der sich über die Arbeitsfortschritte freut.

„Wenn nichts dazwischenkommt, werden wir Mitte nächsten Jahres den zweiten Bauabschnitt übergeben“, sagt Christian Hoffmann vom Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) MV. Bis dahin sollen Umbau und Sanierung von Haus 2 sowie die Herrichtung von Außenanlagen und Innenhof abgeschlossen sein. Bis Ende 2016 geht es dann nach den 3,5 Millionen Euro für diesen Abschnitt mit weiteren 2,7 Millionen Euro vom Land an den dritten Bauabschnitt. Zwischen Bohrgeräuschen, Baggern und verklebten Türen zeigt BBL-Projektleiterin Heike Bänisch sich zufrieden: „Wir sind voll im Plan“, so die Bauingenieurin. Dank Holzkästen für Sperlinge und Einflugschleusen für Fledermäuse sei auch der Artenschutz nicht zu kurz gekommen, sagt sie und zeigt auf kleine Fugen in der Gebäudewand: „Die Haupteinflugsschleusen haben wir extra erhalten.“ Ihre Stimme geht dabei im unaufhörlichen Motorenlärm fast unter.

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