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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Oktober 2017 | 15:29 Uhr

Denkmalschutz : Happy End für den Umbau am Strom

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nach langem Hin und Her geht Bauvorhaben in die letzten Runden / In die neue Etage zieht ein Wellensteyn-Laden ein / Vorgarten wird begrünt

svz.de von
erstellt am 10.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Die Turbulenzen um das Haus Am Strom 116 haben sich gelegt. Der Streit um einen illegalen Baubeginn im Jahr 2012, einen von der Stadt verhängten Baustopp und eine Fassade, die nicht in das Straßenbild passt, ist jetzt aus dem Weg geräumt. Und die Pläne für den Umbau sind vom Warnemünder Architekten Reinhard Löffler mit den Bauherren noch einmal gründlich überarbeitet worden. Herausgekommen ist eine Lösung, mit der alle, die ihr zustimmen müssen, einverstanden sind. Außerdem fügt sie sich harmonischer in das Straßenbild am Strom ein. „Wir haben feingliedrige Holzfenster gewählt, die eine vornehme Zurückhaltung ausstrahlen“, sagt Reinhard Löffler. Zufrieden mit dieser Lösung sind inzwischen sowohl die Mitarbeiter der einbezogenen Ämter als auch die Denkmalpfleger und nicht zuletzt die Bauherren selbst. Statt einer großen Glas-Fassade hat Architekt Reinhard Löffler im Auftrag der Bauherren die Gestaltung dahingehend verändert, dass sie sich in das ortsbildprägende Areal besser einfügt. Die aktuelle Variante, „erlaubt einerseits die Integration von Gewerbe an diesem Standort und passt andererseits harmonisch zu den Fassadengestaltungen aus den 30er-Jahren“, wertet Denkmalpfleger Peter Writschan. „Große Schaufenster stehen hier bei dem Objekt im Widerspruch zur Struktur des kleinteiligen Hauses und zur Umgebung.“

Auch Arndt Zintler vom Bauausschuss des Ortsbeirates von Warnemünde bestätigt: „Die Umänderungen beziehen sich auf die Forderungen, die die Denkmalpflege erhoben hat“, sagt er. „Die Fassade entspricht jetzt wieder mehr dem Vorgängermodell. Was die Maßstäblichkeit, die Gliederung und die gesamte Gestaltung des Straßenraumes anbelangt, fügt sie sich besser in die gesamte Gestaltung des wichtigen Straßenzuges ein“, sagt der Architekt. Persönlich hätte er sich die Proportionen etwas pfiffiger gewünscht, trotzdem hält er es für eine gestalterische und funktionale Kompromisslösung in Bezug auf städtebauliche und denkmalpflegerische Forderungen.

Derzeit ist der Bauhandwerksbetrieb Ralf Burmeister aus Bützow beim Innenausbau, außerdem ist die Landschaftspflegefirma Schingen mit dem Pflastern des Weges vor dem Eingang des Haues beschäftigt. „Dabei wird hochwertiges Material verarbeitet“, sagt Architekt Reinhard Löffler. In dem Zusammenhang ist das ganze Haus bauphysikalisch überarbeitet worden. Das betrifft Punkte wie Dämmung und Heizung. Die Fläche vor der Terrasse soll wieder angelegt und begrünt werden. Sie ist typisch für diesen ortsbildprägenden Straßenzug von Warnemünde.

Auch die künftige Nutzung steht bereits fest. „Hier wird ein Ladengeschäft der Marke Wellensteyn einziehen“, sagt der Architekt. An das Haus soll ein metallener Schriftzug mit dem Markennamen angebracht werden. Er wird beleuchtet.

Die entsprechenden Kabel sind bereits montiert. „Auch dazu sind wir im Gespräch mit Denkmalpflegern und den Ämtern“, sagt der Architekt. Sobald die Genehmigungen vorliegen, beginnt die Montage des Schriftzuges. Wenn der Winter so mild bleibt, steht einem Eröffnungstermin im Frühjahr nichts entgegen. „Ein konkretes Datum können wir aber noch nicht nennen“, sagt Reinhard Löffler.

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