Verhandlungen in Rostock : Tarifstreit im Nahverkehr geht in nächste Runde

Im Busdepot der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) stehen Busse, Gewerkschaftsmitglieder mit Leibchen gehen über den Hof.

Im Busdepot der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) stehen Busse, Gewerkschaftsmitglieder mit Leibchen gehen über den Hof.

Die Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband treffen sich am Dienstag in Rostock.

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03. März 2020, 05:00 Uhr

Im Streit um höhere Löhne bei den kommunalen Nahverkehrsbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern kommen die Tarifpartner am Dienstagvormittag in Rostock zu einer weiteren Gesprächsrunde zusammen.

Noch am vergangenen Dienstag und Mittwoch hatte die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten zu Warnstreiks aufgerufen, nachdem die vorausgegangenen Verhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) zu keinem Ergebnis geführt hatten. Verdi-Landesstreikleiter Karl-Heinz Pliete hatte den zweitägigen Ausstand als Erfolg bezeichnet. KAV-Geschäftsführerin Gabriele Axmann kündigte ein neues Angebot ihres Verbands an.

Die vierte Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Nahverkehr war zuletzt ergebnislos beendet worden. Die Gewerkschaft Verdi verlangt für die landesweit rund 1500 Mitarbeiter im Nahverkehr 2,06 Euro mehr Lohn pro Stunde, rückwirkend zum 1. Januar, und einen Angleichungsschritt an andere Tarifgebiete in Höhe von 100 Euro.

Der Kommunale Arbeitgeberverband hatte nach eigenen Angaben ein Plus von 70 Euro monatlich oder eine Einmalzahlung von 500 Euro bis 30. Juni angeboten, was etwa 4,4 Prozent mehr entspreche. Die Verdi-Forderung wurde als „völlig überhöht“ zurückgewiesen, da sie eine Gehaltssteigerung von bis zu 20 Prozent bedeuten würde.

Sollten sich die Parteien erneut nicht einigen, drohen weitere Streiks.

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